Fortschritte in Diagnose und Therapie der sogenannten angeborenen Hüftluxation durch die Sonographie.
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Prof. Dr. Reinhard Graf, Stolzalpe
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Die angeborene Hüftluxation ist die häufigste angeborene Erkrankung am Stütz- und Bewegungsorgan des Menschen. Wird sie nicht im Frühstadium entdeckt, ist mit oft lebenslangen Schäden und enormen Kosten für die Allgemeinheit zu rechnen. Allein zehn Prozent der heute eingesetzten künstlichen Hüftgelenke gehen auf ehemalige Hüftreifungsstörungen zurück. Reinhard Graf gehört zu den Pionieren der Ultraschalluntersuchungen von Neugeborenen. Mit dieser Untersuchungstechnik steht bereits nach der Geburt eine völlig gefahrlose Untersuchungstechnik zur Verfügung, mit deren Hilfe der anatomische Status des Hüftgelenkes festgelegt und gegebenenfalls eine Behandlung eingeleitet werden kann. Durch die Nutzung des Wachstumspotenziales des Hüftgelenkes durch die Frühdiagnostik kann in den meisten Fällen auf eine Operation verzichtet werden. In Österreich, Deutschland und in der Schweiz wurde daher seit einiger Zeit eine generelle Ultraschalluntersuchung aller Neugeborenen eingeführt. Die Operationszahlen, die Dauer von Klinikaufenthalten aber auch die Gesamtbehandlungskosten konnten dadurch wesentlich verringert werden. Kindern bleibt durch die frühzeitige Untersuchung des Hüftgelenkes ein lebenslanges Martyrium erspart.
Reinhard Graf wurde in Graz zum Dr. med. promoviert, absolvierte 1981 Auslandsaufenthalte an der Charité Berlin, in Halle (Saale), in Dortmund und Bochum. Es folgten Forschungsaufenthalte in England, USA und Kanada (1983), in denen er sich seinem wissenschaftlichen Schwerpunkt der Kinderorthopädie und Hüftchirurgie widmete, bevor er 1988 zum Chefarzt der orthopädischen Abteilung und ärztlichen Direktor am allgemeinen und orthopädischen Landeskrankenhaus Stolzalpe bestellt wurde. Er erhielt zahlreiche Ehrungen, so den Österreichischen Ärztepreis (1980). Er ist Träger der Pauwels Gedächtnis Medaille der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Traumatologie (1996) und der Meinhard von Pfaundler Medaille der Deutschen Kinderärzte (1999) und ist Mitglied bzw. Ehrenmitglied in zahlreichen wissenschaftlichen Gesellschaften. Er ist Inhaber mehrerer Patente zur technischen Verbesserung im Zusammenhang mit dem Hüftultraschall, ein Gebiet, auf dem er in seiner Klinik jährlich zahlreiche Ärzte aus aller Welt fortbildet. Seit 2000 ist er Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina (Sektion Chirurgie, Orthopädie, Anästhesiologie).
Reinhard Graf wurde in Graz zum Dr. med. promoviert, absolvierte 1981 Auslandsaufenthalte an der Charité Berlin, in Halle (Saale), in Dortmund und Bochum. Es folgten Forschungsaufenthalte in England, USA und Kanada (1983), in denen er sich seinem wissenschaftlichen Schwerpunkt der Kinderorthopädie und Hüftchirurgie widmete, bevor er 1988 zum Chefarzt der orthopädischen Abteilung und ärztlichen Direktor am allgemeinen und orthopädischen Landeskrankenhaus Stolzalpe bestellt wurde. Er erhielt zahlreiche Ehrungen, so den Österreichischen Ärztepreis (1980). Er ist Träger der Pauwels Gedächtnis Medaille der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Traumatologie (1996) und der Meinhard von Pfaundler Medaille der Deutschen Kinderärzte (1999) und ist Mitglied bzw. Ehrenmitglied in zahlreichen wissenschaftlichen Gesellschaften. Er ist Inhaber mehrerer Patente zur technischen Verbesserung im Zusammenhang mit dem Hüftultraschall, ein Gebiet, auf dem er in seiner Klinik jährlich zahlreiche Ärzte aus aller Welt fortbildet. Seit 2000 ist er Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina (Sektion Chirurgie, Orthopädie, Anästhesiologie).