Heisenbergs Weltformel und was man daraus lernen kann
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Werner Heisenberg ML (1901-1976) ist einer der bedeutendsten Physiker und schillerndsten wissenschaftshistorischen Gestalten des 20. Jahrhunderts: Entdecker der Quantenmechanik und der Unschärferelationen, Leiter des Uranvereins im Dritten Reich, Symbolfigur des Wiederaufbaus der deutschen Wissenschaftslandschaft nach dem Krieg. Im Jahr 1958 präsentierte er der Öffentlichkeit seine nicht-lineare Spinortheorie, die bald als „Weltformel” bekannt wurde. Ausgehend von nur einem einzigen Grundstoff, einem Uratom, zielte die Theorie darauf, die gesamte Physik zu erklären: Elektrizität und Magnetismus, die Kräfte im Atomkern und vielleicht sogar die Schwerkraft. Auf Heisenbergs Präsentation folgte ein großes internationales Medienecho und eine ähnlich große Ablehnung innerhalb der Physik-Community.
Der Vortrag beleuchtet die Geschichte dieses Versuchs von Heisenberg, eine abschließende mikroskopische Theorie der Physik aufzustellen, und versucht dabei zwei Fragen zu beantworten: Wie kam einer der bedeutendsten Physiker des zwanzigsten Jahrhunderts dazu, an eine Theorie zu glauben, welche die meisten seiner Kollegen für experimentell widerlegt oder gar mathematisch inkonsistent hielten? Und: Was lässt sich aus dieser Geschichte lernen, sowohl was die Öffentlichkeitsarbeit der Physik als auch was die anhaltende Suche nach einer „Theory of Everything” angeht?
Prof. Dr. Rainer Godel und Leopoldina-Mitglied Prof. Dr. Dieter Hoffmann laden Sie herzlich ein.
Foto: Werner Heisenberg, 1933 (Bundesarchiv, Bild 183-R57262 / Unbekannt / CC-BY-SA 3.0)
Kontakt
Prof. Dr. Rainer Godel
Leiter des Zentrums für Wissenschaftsforschung
E-Mail: rainer.godel(at)leopoldina.org
Tel.: 0345 / 47 239 -115
Weitere Informationen und Anmeldung
Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.