IETS Preconference „Advances in Transgenic Animal Production”

  • Symposien
  • Hannover
Gemeinsame Veranstaltung der International Embryo Transfer Society (IETS), des Friedrich-Loeffler-Instituts, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Leopoldina.
  • Datum
  • Ort Hannover
Ein Ziel der Veranstaltung ist die Darstellung der aktuellen Entwicklungslinien bei der Produktion und Nutzung transgener Nutztiere von den international führenden Wissenschaftlern dieses Arbeitsfeldes. Hier hat es in den letzten Jahren einige äußerst bemerkenswerte Fortschritte gegeben, wie die Optimierung des somatischen Kerntransfers, der eine zellulär basierte Transgenese erlaubt, die Entwicklung neuer Werkzeuge für präzise genetische Veränderungen, wie Designer Nukleasen (Zink Finger Nucleasen (ZFN) oder TALEN), die Anwendung von Transposons für eine effiziente transgene Produktion sowie die Ableitung pluripotenter Zellen, insbesondere über den iPS (induced pluripotent stem cells) Ansatz. Vor dem Hintergrund der vorhandenen Genkarten für Nutztiere ergeben sich daraus völlig neue Möglichkeiten für die genetische Modifikation von Nutztieren. Eine weitere Zielsetzung ist, aus dem aktuellen Entwicklungsstand zukünftige Anwendungsfelder abzuleiten, die sowohl die Landwirtschaft als auch die Biomedizin und die Grundlagenforschung betreffen. Im landwirtschaftlichen Bereich ist dies vor dem Hintergrund der Prognose der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) einer weiter wachsenden Weltbevölkerung zu sehen, die mindestens eine Verdoppelung der Nahrungsmittelproduktion in den nächsten 20 Jahren nötig machen wird, was nur durch eine enorme Effizienzsteigerung auch in der Tierproduktion zu erreichen sein wird. Transgene Tiere werden dabei eine wichtige Rolle spielen. Im biomedizinischen Bereich ist die Entwicklung präklinischer Großtiermodelle vorrangig, die für die klinische Erprobung neuer zellulärer Therapien notwendig sind. Darüber hinaus soll die Konferenz Kooperationen und die Diskussion neuer Forschungsprojekte stärken. Dies hat besondere Bedeutung angesichts der Tatsache, dass Großtierversuche extrem zeit- und kostenintensiv sind, und deshalb Doppelarbeit weitestgehend vermieden werden muss.

Gefördert werden soll auch der gesellschaftliche Dialog mit Geisteswissenschaften, Ethikern und Religionsvertretern. Die Produktion und Nutzung transgener Nutztiere ist bereits heute Gegenstand einer intensiven kontroversen gesellschaftlichen Diskussion. Die Vermittlung des aktuellen Sachstands mit dem Aufzeigen von Anwendungsperspektiven ist eine wesentliche Grundlage für einen konstruktiven Dialog.

Wissenschaftliche Vorbereitung: Prof. Dr. Heiner Niemann, Mitglied der Leopoldina.

Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich. Details können Sie dem Kasten rechts entnehmen.

Anmeldung

Für die Anmeldung zu der Veranstaltung besuchen Sie bitte die Website der Konferenz. Die Teilnahmegebühren betragen 60 US-Dollar.

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