Infectious Diseases beyond COVID-19

  • Symposien
  • Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie, Charitéplatz 1 (Campus Charité Mitte), 10117 Berlin
  • Präsenz
Workshop in Kooperation mit der Academy of Science of South Africa, der Académie des Sciences et Techniques du Sénégal und der Ethiopian Academy of Sciences
  • Startdatum
  • Enddatum
  • Ort Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie, Charitéplatz 1 (Campus Charité Mitte), 10117 Berlin

Die Bekämpfung und Eindämmung von Infektionskrankheiten ist eine große globale Herausforderung. Während der Kampf gegen die jüngste Pandemie in vielen Bereichen beispiellose Fortschritte ermöglicht hat, führte die Konzentration auf COVID-19 zeitgleich auch zu einer Verringerung der Kontrollmaßnahmen für HIV/AIDS, Tuberkulose und Malaria und somit zu einem deutlichen Anstieg der Infektionen und Todesfälle. Angesichts dieser Entwicklungen müssen künftige Ansätze zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten umfassendere integrierte Kontrollprogramme, schnelle Reaktionen und neue Technologien (z. B. künstliche Intelligenz) einschließen, damit die weltweite Morbidität und Mortalität sinkt.

Die Academy of Science of South Africa (ASSAf) und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina organisieren gemeinsam mit der Académie Nationale des Sciences et Techniques du Sénégal (ANSTS) und der Ethiopian Academy of Sciences (EAS) einen zweitägigen Workshop, der die COVID-19-Pandemie als Ausgangspunkt nutzt, um Infektionskrankheiten aus einer regionenübergreifenden Perspektive zu betrachten. Ziel ist es, die neuesten Forschungsergebnisse zu neu auftretenden Infektionskrankheiten, Pandemievorsorge und One Health zu diskutieren.

Im Rahmen eines öffentlicher Roundtables werden sich Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Interessengruppen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft mit den Erfahrungen und Lehren aus der COVID-19 Pandemie befassen. Denn COVID-19 hat gezeigt, wie schnell sich Infektionskrankheiten weltweit ausbreiten können, wenn sie auf unvorbereitete Gesellschaften treffen. Zwar kann niemand den Ausbruch neuer Infektionskrankheiten verhindern, aber eine bessere Vorbereitung und widerstandsfähigere Gesundheitssysteme können dazu beitragen, künftige Pandemien abzuschwächen.

Bereits getätigte Investitionen in die Erforschung von Infektionskrankheiten, Open Science, Forschungsinfrastrukturen und Bemühungen um den Aufbau von personellen Kompetenzen sowie starke Kooperationen und Partnerschaften zwischen Ländern niedrigen bis mittleren Einkommens und Ländern mit hohem Einkommen ermöglichten beispiellose Fortschritte bei der Entwicklung von Diagnostika, Impfstoffen und Behandlungen, die durch starke Informationssysteme unterstützt werden. Dennoch bleiben Herausforderungen wie der gleichberechtigte Zugang zu und die Verteilung von Diagnostika, Impfstoffen und Therapien zwischen dem Globalen Süden und dem Globalen Norden. Die jüngsten Gesundheitskrisen haben einmal mehr gezeigt, wie wichtig ein multisektoraler und multidimensionaler Ansatz zur Bekämpfung von Pandemien sein sollte. Wie also können Gesellschaften Präventionsmaßnahmen wirksam umsetzen? Und wie kann die Pandemievorbereitung weltweit verbessert werden? 

Die wissenschaftlichen Koordinatorinnen und Koordinatoren dieser Tagung sind: 

  • Quarraisha Abdool Karim (ASSAf)
  • Papa Salif Sow & Mamadou Ndoye (ANSTS)
  • Wondwossen Amogne (EAS)
  • Stefan H.E. Kaufmann ML (Leopoldina)

Dieser Workshop ist die vierte Veranstaltung einer Reihe zu Infektionskrankheiten für Postdoc-Forschende aus Afrika und Europa, die ASSAf und Leopoldina 2016 ins Leben gerufen haben.  

Weitere Informationen und Anmeldung

Der Workshop richtet sich an ein Fachpublikum. Eine Anmeldung per E-Mail an international(at)leopoldina.org ist erforderlich, da die Zahl der Teilnehmenden begrenzt ist. Die Veranstaltungssprache ist Englisch.
Ort: Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie

Die abendliche Diskussionsveranstaltung richtet sich an alle Interessierten. Sie findet in englischer Sprache statt, wird aber simultan ins Deutsche übersetzt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Registrierung ist bis zum 19. Mai 2023 hier möglich.
Uhrzeit: 18 Uhr
Ort: Südafrikanische Botschaft, Berlin

Ausschreibung

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina sucht für den Workshop vier Nachwuchswissenschaftlerinnen bzw. Nachwuchswissenschaftler mit herausragendem Profil.

Bewerbungen können bis 15. März 2023 eingereicht werden.

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