Kognition und Handlung.
- Vorträge & Diskussionen
- Halle
Prof. Dr. Wolfgang Prinz, München
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- Ort Halle
In den klassischen Ansätzen der Kognitionswissenschaften spielen Handlungen keine besonders dominante Rolle – es sei denn in der verkürzten Form von Reaktionen auf Reize ("sensomotorische" Ansätze). Dem gegenüber stehen "ideomotorische" Ansätze. Sie rücken die kognitiven Grundlagen von Willenshandlungen in den Mittelpunkt. Wolfgang Prinz wird in seinem Vortrag eine Reihe von Experimenten zur Untersuchung der Funktionsgrundlagen von Willenshandlungen vorstellen. Die Experimente zeigen, wie die Ausführung von Willenshandlungen durch gleichzeitige Wahrnehmungsprozesse moduliert wird. Die Ergebnisse verweisen auf enge Verzahnung von Wahrnehmung und Handlungsplanung – wesentlich enger als von dem klassischen "sensomotorischen" Ansatz vorgesehen. Sie stützen und erweitern die "ideomotorische" Theorie der Handlungswahrnehmung und Handlungssteuerung.
Wolfgang Prinz studierte Psychologie, Philosophie und Zoologie an der Universität Münster. Nach der Promotion an der Ruhr-Universität Bochum (1970) und einer Assistentenzeit in Bochum wurde er 1975 Ordentlicher Professor für Psychologie an der Universität Bielefeld (Schwerpunkt Kognition). Dort war er wissenschaftlicher Direktor am Zentrum für interdisziplinäre Forschung der Universität Bielefeld (1982-1989). 1990 wurde er auf den Lehrstuhl für Psychologie und Philosophie der Universität München berufen (1990- 1998); gleichzeitig wurde er Wissenschaftliches Mitglied der Max- Planck-Gesellschaft und Direktor am Max-Planck-Institut für Psychologische Forschung. Prinz ist Mitglied in wissenschaftlichen Akademien und Gesellschaften und erhielt ehrenvolle Auszeichnungen, u.a. den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (1993) und den Anerkennungspreis im Rahmen des Bayerischen Innovationspreises (1996). Der Schwerpunkt seiner Forschung liegt auf den Wechselbeziehungen zwischen Kognition und Handlung. Im Jahr 2001 wählte die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina Wolfgang Prinz zum Mitglied (Sektion Empirische Psychologie und Kognitionswissenschaften).
Wolfgang Prinz studierte Psychologie, Philosophie und Zoologie an der Universität Münster. Nach der Promotion an der Ruhr-Universität Bochum (1970) und einer Assistentenzeit in Bochum wurde er 1975 Ordentlicher Professor für Psychologie an der Universität Bielefeld (Schwerpunkt Kognition). Dort war er wissenschaftlicher Direktor am Zentrum für interdisziplinäre Forschung der Universität Bielefeld (1982-1989). 1990 wurde er auf den Lehrstuhl für Psychologie und Philosophie der Universität München berufen (1990- 1998); gleichzeitig wurde er Wissenschaftliches Mitglied der Max- Planck-Gesellschaft und Direktor am Max-Planck-Institut für Psychologische Forschung. Prinz ist Mitglied in wissenschaftlichen Akademien und Gesellschaften und erhielt ehrenvolle Auszeichnungen, u.a. den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (1993) und den Anerkennungspreis im Rahmen des Bayerischen Innovationspreises (1996). Der Schwerpunkt seiner Forschung liegt auf den Wechselbeziehungen zwischen Kognition und Handlung. Im Jahr 2001 wählte die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina Wolfgang Prinz zum Mitglied (Sektion Empirische Psychologie und Kognitionswissenschaften).