Molekulare Genetik des vererbbaren Dickdarmkrebses
- Vorträge & Diskussionen
- Halle
Hans K. Schackert, Dresden
- Startdatum
- Enddatum
- Ort Halle
Monatssitzung der Leopoldina
Vortragsgebäude der Akademie
Emil-Abderhalden-Str. 36, 06108 Halle (Saale)
Mutationen in zahlreichen Genen können vererbbaren Dickdarmkrebs verursachen. Fünf Prozent aller Dickdarmkarzinome sind vererbbar. Das hohe Erkrankungsrisiko wird von einem Betroffenen an durchschnittlich die Hälfte seiner Kinder weitergegeben. Die weitaus häufigste Form des vererbbaren Dickdarmkrebses tritt im Rahmen des HNPCC Syndroms (Hereditary Non-Polyposis Colorectal Carcinoma) auf. Bei Patienten, die jung erkrankt sind (<50 Jahre) oder mehrere Tumoren auch in anderen Organen des Körpers entwickelt haben oder in deren Familien eine Tumorhäufung auftritt, kann eine Genanalyse Aufschluss über die krankheitsauslösende Mutation geben. Sobald diese gefunden ist, können auch Familienangehörige getestet werden. Sollten sie die Mutation geerbt haben, besteht ein hohes Erkrankungsrisiko, das allerdings durch jährliche Vorsorgeuntersuchungen und die regelmäßige Entfernung von Polypen drastisch vermindert werden kann. Familienangehörige, die die Mutation nicht tragen, haben dagegen ein geringeres Darmkrebsrisiko. Im Vortrag stellt Hans K. Schackert neueste medizinische Erkenntnisse über diese Zusammenhänge vor. Hans K. Schackert: Medizinstudium an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (1964-1971), Promotion und Approbation (1977); Stabsarzt bei der Bundeswehr (1978-1979), Assistent der Chirurgischen Universitätskliniken in Erlangen (1979-1982) und Heidelberg (1982-1986, 1988-1993), Facharzt für Chirurgie (1986). Visiting Scientist am Department of Cell Biology in Houston, Texas (USA) (1986-1988). Habilitation im Fach Chirurgie (1991), Venia legendi (1992). Leiter des Molekularbiologischen Labors der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg (1992-1995) und des gemeinsamen Labors des Forschungsverbundes mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg (1993-1995). Seit 1995 Professor für Chirurgische Forschung und Leiter der selbständigen Abteilung für Chirurgische Forschung am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der Technischen Universität (TU) Dresden. Zahlreiche akademische Ämter, z.B. Vorstandsmitglied im Zentrum für Interdisziplinäre Technikforschung der TU Dresden (seit 1999), gewählter Vorsitzender der Sektion Chirurgische Forschung der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (seit 2006).
Forschungsschwerpunkte: Molekulare Diagnostik benigner und maligner Erkrankungen, Gentherapie, Regeneration
Seit 2005 ist Hans-Konrad Schackert Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina (Teilsektion Chirurgie).
Kontaktadresse: Prof. Dr. Hans K. Schackert, Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Fetscherstr. 74, 01307 Dresden
Vortragsgebäude der Akademie
Emil-Abderhalden-Str. 36, 06108 Halle (Saale)
Mutationen in zahlreichen Genen können vererbbaren Dickdarmkrebs verursachen. Fünf Prozent aller Dickdarmkarzinome sind vererbbar. Das hohe Erkrankungsrisiko wird von einem Betroffenen an durchschnittlich die Hälfte seiner Kinder weitergegeben. Die weitaus häufigste Form des vererbbaren Dickdarmkrebses tritt im Rahmen des HNPCC Syndroms (Hereditary Non-Polyposis Colorectal Carcinoma) auf. Bei Patienten, die jung erkrankt sind (<50 Jahre) oder mehrere Tumoren auch in anderen Organen des Körpers entwickelt haben oder in deren Familien eine Tumorhäufung auftritt, kann eine Genanalyse Aufschluss über die krankheitsauslösende Mutation geben. Sobald diese gefunden ist, können auch Familienangehörige getestet werden. Sollten sie die Mutation geerbt haben, besteht ein hohes Erkrankungsrisiko, das allerdings durch jährliche Vorsorgeuntersuchungen und die regelmäßige Entfernung von Polypen drastisch vermindert werden kann. Familienangehörige, die die Mutation nicht tragen, haben dagegen ein geringeres Darmkrebsrisiko. Im Vortrag stellt Hans K. Schackert neueste medizinische Erkenntnisse über diese Zusammenhänge vor. Hans K. Schackert: Medizinstudium an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (1964-1971), Promotion und Approbation (1977); Stabsarzt bei der Bundeswehr (1978-1979), Assistent der Chirurgischen Universitätskliniken in Erlangen (1979-1982) und Heidelberg (1982-1986, 1988-1993), Facharzt für Chirurgie (1986). Visiting Scientist am Department of Cell Biology in Houston, Texas (USA) (1986-1988). Habilitation im Fach Chirurgie (1991), Venia legendi (1992). Leiter des Molekularbiologischen Labors der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg (1992-1995) und des gemeinsamen Labors des Forschungsverbundes mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg (1993-1995). Seit 1995 Professor für Chirurgische Forschung und Leiter der selbständigen Abteilung für Chirurgische Forschung am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der Technischen Universität (TU) Dresden. Zahlreiche akademische Ämter, z.B. Vorstandsmitglied im Zentrum für Interdisziplinäre Technikforschung der TU Dresden (seit 1999), gewählter Vorsitzender der Sektion Chirurgische Forschung der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (seit 2006).
Forschungsschwerpunkte: Molekulare Diagnostik benigner und maligner Erkrankungen, Gentherapie, Regeneration
Seit 2005 ist Hans-Konrad Schackert Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina (Teilsektion Chirurgie).
Kontaktadresse: Prof. Dr. Hans K. Schackert, Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Fetscherstr. 74, 01307 Dresden