Morbus Hodgkin: vom Molekül zur Heilung.
- Vorträge & Diskussionen
- Halle
Prof Dr. Volker Diehl, Köln
- Startdatum
- Enddatum
- Ort Halle
Das Hodgkin Lymphom, auch Morbus Hodgkin genannt, ist eine eher seltene Erkrankung des jungen Erwachsenen. Es handelt sich dabei um eine Erkrankung der Lymphozyten des Immunsystems, die für unsere Abwehr gegen Viren, Bakterien und Pilze und andere Umweltfeinde verantwortlich sind. Etwa 2000 junge Menschen im Alter zwischen 15 und 35 Jahren erkranken pro Jahr in Deutschland an dieser bösartigen Lymphknotengeschwulst. Von ihnen können heute etwa 90 % geheilt werden. Damit gehört diese Krankheit zu den am besten heilbaren Tumorerkrankungen des Erwachsenen. Der Tumor entsteht meist als eine Lymphknotenschwellung im Hals- oder Achselhöhlenbereich und wird häufig begleitet von Nachtschweiß, Juckreiz, Gewichtsabnahme, Fieber, Müdigkeit oder Apathie. Die Tumorzellen sind die spezifischen Reed-Sternbergzellen. Die Therapie des Hodgkin Lymphoms richtet sich nach dem klinischen Ausbreitungsstadium bei Diagnosestellung und besteht im wesentlichen aus einer Chemotherapie, unterstützt durch eine in Ausnahmefällen notwendige lokale Strahlentherapie, wenn der Tumor bei Diagnose bereits sehr groß ist. Diehl wird in seinem Vortrag berichten, durch welche konzertierte Aktion zwischen Internisten und Strahlentherapeuten – finanziell unterstützt durch das Bundesforschungsministerium – in Deutschland es gelungen ist, Diagnose, Therapie und Nachsorge von Patienten mit dieser Erkrankung flächendeckend zu standardisieren und zu verbessern.
Volker Diehl ist Humanmediziner. Er schloss nach einem klinischen Studienaufenthalt in Wien seine Dissertation in Freiburg ab. Nach weiterer klinischer Ausbildung am Children’s Hospital Philadelphia in USA, in Nairobi, Stockholm und Würzburg beendete er seine Facharztausbildung und habilitierte sich an der Medizinischen Hochschule Hannover. 1978 übernahm er in Hannover eine C3-Professur, bis er 1983 zum Ärztlichen Direktor der Klinik I für Innere Medizin der Universität Köln berufen wurde. Diehl ist Mitglied des Vorstandes der Frauke-Weismann-Stiftung im Stifterverband für die deutsche Wissenschaft und langjähriges Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin, der er 1999 als Präsident vorstand. Er war von 1995 bis 2001 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie und ist zur Zeit Sprecher eines DFG- Sonderforschungsbereichs. Diehl wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet (1977: Heilmeyer-Medaille in Silber, 1979: Wilhelm- Warner-Preis, Hamburg, 1982: Carlo-Erba-Preis, 1997: Deutscher Krebspreis der Deutschen Krebsgesellschaft, Heidelberg). Er ist Herausgeber zahlreicher internationaler Zeitschriften. Im Jahr 1999 wählte ihn die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina zu ihrem Mitglied (Sektion Innere Medizin und Dermatologie).
Volker Diehl ist Humanmediziner. Er schloss nach einem klinischen Studienaufenthalt in Wien seine Dissertation in Freiburg ab. Nach weiterer klinischer Ausbildung am Children’s Hospital Philadelphia in USA, in Nairobi, Stockholm und Würzburg beendete er seine Facharztausbildung und habilitierte sich an der Medizinischen Hochschule Hannover. 1978 übernahm er in Hannover eine C3-Professur, bis er 1983 zum Ärztlichen Direktor der Klinik I für Innere Medizin der Universität Köln berufen wurde. Diehl ist Mitglied des Vorstandes der Frauke-Weismann-Stiftung im Stifterverband für die deutsche Wissenschaft und langjähriges Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin, der er 1999 als Präsident vorstand. Er war von 1995 bis 2001 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie und ist zur Zeit Sprecher eines DFG- Sonderforschungsbereichs. Diehl wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet (1977: Heilmeyer-Medaille in Silber, 1979: Wilhelm- Warner-Preis, Hamburg, 1982: Carlo-Erba-Preis, 1997: Deutscher Krebspreis der Deutschen Krebsgesellschaft, Heidelberg). Er ist Herausgeber zahlreicher internationaler Zeitschriften. Im Jahr 1999 wählte ihn die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina zu ihrem Mitglied (Sektion Innere Medizin und Dermatologie).