Phylogenetic Perspectives in Innate Immunity: The Host Defense of Drosophila.
- Vorträge & Diskussionen
- Halle
Prof. Dr. Jules Hoffmann, Strasbourg
- Startdatum
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- Ort Halle
Zur Abwehr von Krankheitserregern hat der Mensch verschiedene Mechanismen entwickelt. Weiße Blutzellen können Eindringlinge (Fremdkörper, Bakterien, Mikroben) verschlingen und zersetzen. Im Blutplasma befinden sich aber auch Eiweiße (Proteine), die zum Komplementsystem gehören, welche, durch Eindringlinge aktiviert, in einer Kaskade von hintereinander geschalteten Reaktionen zusammenspielen, um die Eindringlinge zu erfassen und zu zerstören. Insekten besitzen kein Komplementsystem. Wie sie sich stattdessen gegen Mikroben wehren, ist Gegenstand des Vortrags von Jules A. Hoffmann. Seinen bahnbrechenden Arbeiten der vergangenen zehn Jahre ist es zu verdanken, dass sich die Fruchtfliege Drosophila zum Modellobjekt bei der Erforschung angeborener Immunität entwickelt hat. Hoffmann wird in seinem Vortrag ausführen, welche Peptide (kleine Eiweiße) die Fruchtfliege Drosophila nach dem Eindringen von Pilzen oder Bakterien produziert, durch die sie resistent gegenüber diesen Mikroben wird. Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.
Jules A. Hoffmann hat in Straßburg Biologie studiert. Seine Postdoktorandenzeit hat er in Marburg bei Professor Peter Karlson verbracht. Er ist Direktor des Instituts für Molekular- und Zellbiologie des CNRS (CENTRE NATIONAL DE LA RECHERCHE SCIENTIFIQUE) in Straßburg, seit 1990 Directeur de Recherche de classe exceptionnelle des CNRS und derzeit Präsident des Nationalkomitees für Forschung des CNRS. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen auf der Erforschung der Biochemie der Häutungshormone von Insekten. Er konnte als Erster zeigen, dass, wie bei Säugetieren, auch bei Insekten mütterliche Hormone die Embryonalentwicklung beeinflussen. Durch seine Arbeiten hat sich die Fruchtfliege Drosophila zum Modellobjekt bei der Erforschung angeborener Immunität entwickelt. Hoffmann erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise, u.a. den Sandoz-Wander-Preis (1978), den Pergamon Preis (1980), den Alexander von Humboldt-Forschungspreis (1984), den Grand Prix Joannidès de l’Académie des Sciences, Paris, (1992) und den William B. Coley Price, Cancer Research Institute, USA, (2003). Im Jahr 1988 wählte die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina Jules A. Hoffmann zum Mitglied (Sektion Genetik/Molekularbiologie und Zellbiologie).
Jules A. Hoffmann hat in Straßburg Biologie studiert. Seine Postdoktorandenzeit hat er in Marburg bei Professor Peter Karlson verbracht. Er ist Direktor des Instituts für Molekular- und Zellbiologie des CNRS (CENTRE NATIONAL DE LA RECHERCHE SCIENTIFIQUE) in Straßburg, seit 1990 Directeur de Recherche de classe exceptionnelle des CNRS und derzeit Präsident des Nationalkomitees für Forschung des CNRS. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen auf der Erforschung der Biochemie der Häutungshormone von Insekten. Er konnte als Erster zeigen, dass, wie bei Säugetieren, auch bei Insekten mütterliche Hormone die Embryonalentwicklung beeinflussen. Durch seine Arbeiten hat sich die Fruchtfliege Drosophila zum Modellobjekt bei der Erforschung angeborener Immunität entwickelt. Hoffmann erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise, u.a. den Sandoz-Wander-Preis (1978), den Pergamon Preis (1980), den Alexander von Humboldt-Forschungspreis (1984), den Grand Prix Joannidès de l’Académie des Sciences, Paris, (1992) und den William B. Coley Price, Cancer Research Institute, USA, (2003). Im Jahr 1988 wählte die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina Jules A. Hoffmann zum Mitglied (Sektion Genetik/Molekularbiologie und Zellbiologie).