Pulsare, Schwarze Löcher und Weiße Zwerge - Einsteins kosmische Labors

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Prof. Dr. Gernot Neugebauer, Jena
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Die Schwerkraft (Gravitation) ist dafür verantwortlich, dass ein Apfel zur Erde fällt, aber sie hält auch das Weltall zusammen, bestimmt die Gestalt von Sternensystemen und Galaxien, und sie beeinflusst in ganz entscheidender Weise die Lebensgeschichte von Sternen. Astrophysiker mit ihren immer moderneren Beobachtungsmöglichkeiten vermögen auch Laien faszinierende Einblicke in die Entwicklungsgeschichte von Sternen zu vermitteln. Zu ihrem theoretischen Rüstzeug gehört heutzutage auch Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie, die sich übrigens nicht nur in der Astrophysik und der Kosmologie bewährt hat, sondern sogar über das Navigationssystem GPS ("Global Positioning System"), das auch dem Autofahrer den Weg weist, Eingang in die Alltagstechnologie gefunden hat. Gernot Neugebauer wird in seinem Vortrag auf drei exotisch anmutende "Endstadien" der Sternenentwicklung eingehen, die nur im Rahmen der Allgemeinen Relativitätstheorie zu erklären sind: auf Pulsare (Sterne extrem großer Materiedichte, die sehr schnell rotieren und pulsartige Strahlung aussenden), Weiße Zwerge (Sterne, die infolge ihrer hohen Temperatur Strahlung mit größerem "Blauanteil" als z. B. unsere Sonne ausstrahlen, wodurch sie "weißer" erscheinen) und Schwarze Löcher (Gebiete im Kosmos, aus denen nicht einmal Lichtteilchen herausgelangen können).

Gernot Neugebauer hat an der Universität in Jena seine universitäre Laufbahn als Physiker begonnen und sich dort habilitiert. Bereits während seiner Promotion beschäftigte er sich mit Anwendungen der Einstein’schen Gravitationstheorie (Allgemeine Relativitätstheorie) und mit Fragen der Strukturbildung im Rahmen der Thermodynamik und der Solitonenphysik. In die Zeit seiner Tätigkeit als Wissenschaftlicher Oberassistent an der Sektion Physik der Jenaer Universität fiel die Auszeichnung durch die Gravity Research Foundation (USA, zusammen mit Dr. D. Kramer) im Jahr 1980 und die Verleihung des Gustav-Hertz-Preises der Physikalischen Gesellschaft der DDR (1984). Von 1992 – 1996 leitete er die Max-Planck-Arbeitsgruppe "Gravitationstheorie" an der Universität Jena, 1992 erfolgte die Ernennung zum C4-Professor für Theoretische Physik an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Er war viele Jahre in der DFG-Gutachterkommission für die Graduiertenkollegs tätig und war Mitglied des Gründungskomitees der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Seit 1998 ist er Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina (Sektion Physik und Astrophysik/Astronomie).

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