Sequenzen, Strukturen und Phänotypen in der molekularen Evolution
- Vorträge & Diskussionen
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Prof. Dr. Peter Schuster, Wien
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- Ort Halle
Seit langem beschäftigen sich Wissenschaftler mit der Frage, wie im Laufe der Evolution aus einfacheren Vorfahren immer komplexere, an ihre Umwelt perfekt angepasste Organismen entstehen konnten. Experimente dazu sind schwierig, da die Entstehung neuer Arten erst nach vielen Tausenden bis Hunderttausenden von Generationen erreicht wird. Um diesen Fragenkomplex experimentell angehen zu können, müssen Evolutionsbiologen mit sehr einfachen Organismen arbeiten, die eine sehr kurze Generationszeit haben. Kontrollierte Evolution von Bakterien ist zwar möglich, aber der höchst komplexe zelluläre Stoffwechsel verwehrt zur Zeit noch Einsichten in das molekulare Geschehen. Peter Schuster wird in seinem Vortrag erläutern, dass sich zur Simulation der Evolution kurze Stücke der die Erbinformation übertragenden Ribonukleinsäuren (RNS) eignen, die innerhalb von Sekunden vermehrt werden können. In seinem Ausblick wird er darauf eingehen, dass die Methoden zur Simulation der Evolution im Reagenzglas oder am Computer geeignet sind, künftig maßgeschneiderte Substanzen herzustellen, zum Beispiel für die Medizin.
Peter Schuster hat an der Universität Wien Chemie und Physik studiert und war an der gleichen Universität von 1973 bis 1992 Ordentlicher Professor für Theoretische Chemie. Nach einer Tätigkeit als Gründungsdirektor des Instituts für Molekulare Biotechnologie in Jena von 1992 bis 1995 kehrte er 1996 wieder als Ordinarius für Theoretische Chemie nach Wien zurück. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, ist Mitglied bzw. korrespondierendes Mitglied namhafter europäischer Gesellschaften, Herausgeber bzw. Mitherausgeber wissenschaftlicher Zeitschriften und Buchreihen. Seit 1993 ist er Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina in der Sektion Biochemie und Biophysik. Er vertrat von 1999 bis 2001 als gewählter Sprecher (Senator) die österreichischen Mitglieder im Senat. Seit Frühjahr 2001 ist er Mitglied des Präsidiums der Leopoldina. Seit Oktober 2000 ist er Vizepräsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.
Peter Schuster hat an der Universität Wien Chemie und Physik studiert und war an der gleichen Universität von 1973 bis 1992 Ordentlicher Professor für Theoretische Chemie. Nach einer Tätigkeit als Gründungsdirektor des Instituts für Molekulare Biotechnologie in Jena von 1992 bis 1995 kehrte er 1996 wieder als Ordinarius für Theoretische Chemie nach Wien zurück. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, ist Mitglied bzw. korrespondierendes Mitglied namhafter europäischer Gesellschaften, Herausgeber bzw. Mitherausgeber wissenschaftlicher Zeitschriften und Buchreihen. Seit 1993 ist er Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina in der Sektion Biochemie und Biophysik. Er vertrat von 1999 bis 2001 als gewählter Sprecher (Senator) die österreichischen Mitglieder im Senat. Seit Frühjahr 2001 ist er Mitglied des Präsidiums der Leopoldina. Seit Oktober 2000 ist er Vizepräsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.