Tumorausdehnung und Tumorcharakterisierung - die Schlüssel für individualisierte Strahlentherapie
- Vorträge & Diskussionen
- Halle
Prof. Dr. Friedrich Kamprad, Leipzig
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- Ort Halle
Nicht jeder Tumor lässt sich durch eine Operation komplett entfernen. Im solchen Fällen ist die kombinierte Therapie mit Strahlen und/oder Chemotherapie die Methode der Wahl. Eine große Herausforderung der Strahlentherapie ist die größtmögliche Schonung des den Tumor umgebenden gesunden Gewebes. Voraussetzung dafür ist, seine Lage und Größe exakt zu kennen. Die individuell unterschiedliche Radiosensibilität der Tumoren und ihr Verhältnis zur Strahlensensibilität der umgebenden Gewebe entscheidet darüber, ob die Strahlenbehandlung für den Patienten erfolgversprechend ist. Friedrich Kamprad wird in seinem Vortrag die heutigen Möglichkeiten erläutern, durch verbesserte bildgebende Schnittbildverfahren und dem geometrisch präzisen Integrieren unterschiedlicher am Tumor erhobener Befunde diesen aufzufinden, gegenüber Nachbarstrukturen abzugrenzen und seine Größe zu bestimmen. Gleichzeitig werden Verfahren vorgestellt, die anhand des tumoralen Mikromilieus, des Stoffwechselverhaltens und genetischer Marker Rückschlüsse auf die jeweilige Radiosensibilität gestatten. Ziel ist eine dem Tumor angepasste individualisierte Strahlentherapie.
Friedrich Kamprad ist Humanmediziner und von Beginn seiner Beruftätigkeit an im Bereich der Strahlentherapie tätig. 1995 erfolgte die Berufung als ordentlichen Professor auf den Lehrstuhl für Strahlentherapie der Universität Leipzig. Er ist gleichzeitig Direktor der dortigen Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie. Er ist Mitglied der Akademie Leopoldina und zahlreicher anderer nationaler und internationaler wissenschaftlicher Gesellschaften. Er erhielt 1995 eine besondere Auszeichnung, den Krompecher-Preis der ungarischen Krebsgesellschaft.
Friedrich Kamprad ist Humanmediziner und von Beginn seiner Beruftätigkeit an im Bereich der Strahlentherapie tätig. 1995 erfolgte die Berufung als ordentlichen Professor auf den Lehrstuhl für Strahlentherapie der Universität Leipzig. Er ist gleichzeitig Direktor der dortigen Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie. Er ist Mitglied der Akademie Leopoldina und zahlreicher anderer nationaler und internationaler wissenschaftlicher Gesellschaften. Er erhielt 1995 eine besondere Auszeichnung, den Krompecher-Preis der ungarischen Krebsgesellschaft.