Vom irdischen Nutzen einer himmlischen Uhr
- Wissenschaftshistorische Seminare
- Halle
Die Dresdner Planetenlaufuhr und die Bedeutung der Astronomie am sächsischen Hof in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts
Dr. Michael Korey, Dresden
- Startdatum
- Enddatum
- Ort Halle
Der Mathematisch-Physikalische Salon ist seit seiner Gründung 1728 im Dresdner Zwinger beheimatet, und es werden dort mathematisch-technische Geräte, Werkzeuge und wissenschaftliche Instrumente gesammelt und präsentiert. Ein wichtiges Messinstrument der Zeit, die Uhren, sind auch Bestandteil der Sammlungen des Salons.
Herr Korey wird mit seinen Forschungsergebnissen in die Zeit vor mehr als 400 Jahren führen.
Kreise um Kreise: ein sächsischer Kurfürst und der Lauf der Planeten auf seiner Uhr
Hauptgegenstand des Abends sind zwei imposante Uhren, die den Lauf der Planeten darstellen. Die erste wurde zwischen 1559 und 1562 für den Landgrafen Wilhelm IV. von Hessen-Kassel hergestellt. Die zweite - laut Petrus Ramus "schöner, größer und kunstreicher" - bestellte Kurfürst August von Sachsen 1562 bei Wilhelm, sie wurde 1568 ausgeliefert. Zusammen stellen sie, in den Worten eines ihrer gegenwärtig besten Kenner, „zweifelsohne den Gipfel von dem, was im 16. Jahrhundert auf diesem Gebiet hergestellt wurde“.
Im Zentrum des Vortrags, der sich auf neue archivalische Funde stützt, stehen Überlegungen zu den unterschiedlichen Bedeutungen dieser zwei mechanisch aufwendigen, mathematisch komplexen und kunstvoll verzierten Werken für ihre gelehrten, fürstlichen Auftraggeber.
Herr Korey wird mit seinen Forschungsergebnissen in die Zeit vor mehr als 400 Jahren führen.
Kreise um Kreise: ein sächsischer Kurfürst und der Lauf der Planeten auf seiner Uhr
Hauptgegenstand des Abends sind zwei imposante Uhren, die den Lauf der Planeten darstellen. Die erste wurde zwischen 1559 und 1562 für den Landgrafen Wilhelm IV. von Hessen-Kassel hergestellt. Die zweite - laut Petrus Ramus "schöner, größer und kunstreicher" - bestellte Kurfürst August von Sachsen 1562 bei Wilhelm, sie wurde 1568 ausgeliefert. Zusammen stellen sie, in den Worten eines ihrer gegenwärtig besten Kenner, „zweifelsohne den Gipfel von dem, was im 16. Jahrhundert auf diesem Gebiet hergestellt wurde“.
Im Zentrum des Vortrags, der sich auf neue archivalische Funde stützt, stehen Überlegungen zu den unterschiedlichen Bedeutungen dieser zwei mechanisch aufwendigen, mathematisch komplexen und kunstvoll verzierten Werken für ihre gelehrten, fürstlichen Auftraggeber.