Von Java nach Paris: Die abenteuerliche Karriere des Chemikers und Alchemisten Wilhelm Homberg (1653–1715)
- Wissenschaftshistorische Seminare
- Halle
Prof. Dr. Lawrence Principe, Baltimore
- Startdatum
- Enddatum
- Ort Halle
Der in Java geborene und in Quedlinburg aufgewachsene Naturforscher Wilhelm Homberg (1653–1715) ist heute fast unbekannt. Um 1700 war er jedoch einer der berühmtesten Chemiker Europas. Als junger Mann reiste Homberg vierzehn Jahre lang quer durch Europa. In allen Ländern, in die er kam, besuchte er die Gelehrten – Leibniz, Boyle, und viele andere – und eignete sich deren Kenntnisse an, wobei sich sein Interesse auch auf vermeintliches geheimes Wissen erstreckte. 1691 wurde er Mitglied der Pariser Académie Royale des Sciences, wo er der führende Chemiker war. Homberg entwickelte weitreichende chemische Theorien und versuchte, in geheim gehaltenen Experimenten zusammen mit dem Herzog Philipp II von Orléans, einem Neffen Ludwigs XIV, unedle Metalle in Gold zu verwandeln.
Der Vortrag gibt einen Überblick über Hombergs erstaunlichen Lebenslauf; anschließend werden seine chemischen Theorien vorgestellt, insbesondere seine Stellung zur Alchemie und seine einflussreiche Lehre, dass sich das Licht mit chemischen Stoffen verbinden kann und das einzige aktive Naturprinzip ist. Das Seminar ist eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Interdisziplinären Zentrum zur Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Der Vortrag gibt einen Überblick über Hombergs erstaunlichen Lebenslauf; anschließend werden seine chemischen Theorien vorgestellt, insbesondere seine Stellung zur Alchemie und seine einflussreiche Lehre, dass sich das Licht mit chemischen Stoffen verbinden kann und das einzige aktive Naturprinzip ist. Das Seminar ist eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Interdisziplinären Zentrum zur Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.