Wissenschaftshistorisches Seminar „Die Genealogie eines Gens: Patente, HIV/AIDS, und Rasse im Zeitalter des Biokapitalismus”
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Prof. Dr. Myles Jackson, Mitglied der Leopoldina, New York
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Dieses Gen hat ein besonderes Allel, das auch in die Schlagzeilen auftauchte. CCR5-Δ32 ist eine Deletionsmutation, wobei der Rezeptor nicht auf der Oberfläche der weißen Blutkörperchen erscheint. HIV kann also die Zellen nicht infizieren. Diejenigen, die zwei Kopien dieses Gens haben (d.h. homozygot für diese Eigenschaft sind), sind im Großen und Ganzen immun gegen AIDS. Sofort unternahmen biomedizinische Forscher Untersuchungen um zu sehen, wer die Glücklichen waren, die dieses Allel besaßen. Es wurde klar, dass es ein sehr breites Spektrum an Allelhäufigkeiten gab, und der Anteil einer bestimmten Population, die CCR5-Δ32+ ist, hoch ist. Danach fragten diese biomedizinischen Forscher, ob das Allel rassespezifisch ist. Und sie wandten sich an Populations-genetiker, Epidemiologen und Historiker, um die Ursache eines solchen Selektionsdruckes auf dieses Allel im Laufe der Geschichte festzustellen. Wie wirkt sich die neueste Episode in der Geschichte der Biologie der Rasse, die in den USA natürlich auch zu der Sklaverei und der Eugenik passt, aus? Kann man Unterschiede zwischen Rassen auf genetischer Ebene nachweisen? Was gäbe es für soziokulturelle, politische und wirtschaftliche Auswirkungen, wenn es so wäre?
Sybille Gerstengarbe, Dieter Hoffmann und Florian Steger laden Sie herzlich ein.
Kontakt
Dr. Sybille Gerstengarbe
Tel. 0345 / 47 239 -131