Zelluläre Hydratation - biologische und klinische Relevanz.
- Vorträge & Diskussionen
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Prof. Dr. Dieter Häussinger, Düsseldorf
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Der Wassergehalt der Zelle (Zellvolumen) unterliegt physiologischerweise raschen Schwankungen, die durch Änderungen des Nährstoffangebots, durch Giftstoffe, Hormone, oxidativen Stress und Änderung der Umgebungsosmolarität hervorgerufen werden. Diese geringen Volumenänderungen werden von der Zelle registriert und in sog. Osmosignalketten übersetzt, welche die Zellfunktion steuern. Auf diese elegante Weise passen Zellen rasch ihre Funktion und Genexpression den Umweltbedingungen an. Zahlreiche Hormone und Nährstoffe beeinflussen die Zellfunktion indirekt über Hydratationsänderungen. Beispiele für hydratationsgesteuerte Leberzellfunktionen sind Protein- und Glykogenumsatz, Gallebildung und die Expression einer Reihe von Genen, sowie die Regulation von Zellproliferation und Zelltod. Organische Osmolyte dienen der Zellvolumenhomöostase und der Proteinstabilisation. Dysregulationen der zellulären Hydratation und Störungen des Osmolythaushalts können einer Reihe von klinisch relevanten Störungen zugrunde liegen, z.B. dem Proteinwasting des Schwerkranken, Retinadegeneration, cholestatischen Syndromen, Leberzelluntergang, hepatischer Enzephalopathie und Insulinresistenz.
Dieter Häussinger: Studium der Humanmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München (1970-1976), Promotion zum Dr. med. (1976), Assistent/Oberarzt an der Medizinischen Universitätsklinik Freiburg im Breisgau (1979-1994), Habilitation und Erteilung der venia legendi für das Fach Innere Medizin (1984), Heisenbergstipendiat (1985-1990), apl. Professor (1988), Schillingprofessur des Deutschen Stifterverbandes (1991-1994), Thannhauser-Preis (1989), Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis (1991), Dr. Robert-Pfleger-Preis (2002), ordentlicher Professor für Innere Medizin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie (seit 1994), Dekan der Medizinischen Fakultät (1998-2002), Mitglied des Medizinausschusses des Wissenschaftsrats, Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften (seit 2004). Forschungsschwerpunkte: Zellbiologie, klinische und experimentelle Leberforschung, hepatische Enzephalopathie, Infektionsforschung.
Seit 2002 ist Dieter Häussinger Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina (Sektion Agrar- und Ernährungswissenschaften).
Kontaktadresse: Prof. Dr. Dieter Häussinger, Heinrich-Heine-Universität, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik, Moorenstr. 5, D-40225 Düsseldorf
Dieter Häussinger: Studium der Humanmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München (1970-1976), Promotion zum Dr. med. (1976), Assistent/Oberarzt an der Medizinischen Universitätsklinik Freiburg im Breisgau (1979-1994), Habilitation und Erteilung der venia legendi für das Fach Innere Medizin (1984), Heisenbergstipendiat (1985-1990), apl. Professor (1988), Schillingprofessur des Deutschen Stifterverbandes (1991-1994), Thannhauser-Preis (1989), Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis (1991), Dr. Robert-Pfleger-Preis (2002), ordentlicher Professor für Innere Medizin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie (seit 1994), Dekan der Medizinischen Fakultät (1998-2002), Mitglied des Medizinausschusses des Wissenschaftsrats, Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften (seit 2004). Forschungsschwerpunkte: Zellbiologie, klinische und experimentelle Leberforschung, hepatische Enzephalopathie, Infektionsforschung.
Seit 2002 ist Dieter Häussinger Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina (Sektion Agrar- und Ernährungswissenschaften).
Kontaktadresse: Prof. Dr. Dieter Häussinger, Heinrich-Heine-Universität, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik, Moorenstr. 5, D-40225 Düsseldorf