Europa-Debatte: Wie frei ist Europas Wissenschaft?
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- Datum
- Ort Hauptgebäude der Leopoldina Jägerberg 1 06108 Halle (Saale)
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Es wächst die Unsicherheit, ob wir in eine Welt zurückkehren, in der der globale Erfolg liberaler Demokratien als unumkehrbar galt. Auflösungstendenzen des Westens, geopolitische Konflikte und Wirtschafts- und Sicherheitsprobleme wirken sich auch auf die Wissenschaft aus. Wer die freiheitlich-demokratische Grundordnung angreift, bedroht auch die Wissenschaftsfreiheit. Wer die Wissenschaftsfreiheit beschneidet, beschädigt eine der wichtigsten geistigen Ressourcen der Demokratie – nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch mit Blick auf die europäische Integration.
Dieser Gefahr engagiert zu begegnen, ist eine der größten Herausforderungen der aktuellen Wissenschaftspolitik. Dabei kommt den Wissenschaftseinrichtungen eine wichtige Rolle zu. So hat die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina gemeinsam mit anderen Nationalakademien konsequent gegen Einschränkungen der Wissenschaftsfreiheit und institutioneller Autonomie von Wissenschaftseinrichtungen Stellung bezogen, jüngst im Falle von den USA und Serbien. Doch der weltweit steigende Druck auf die Wissenschaft wird nicht von heute auf morgen schwächer werden.
Wie steht es um die Wissenschaftsfreiheit in Deutschland und in der Europäischen Union? Welchen Einfluss darauf haben die Entwicklungen in den USA? Wie kann die Wissenschaftsfreiheit verteidigt und wieder gestärkt werden? Wie können Wissenschaftseinrichtungen und ihre grenzüberschreitenden Netzwerke, aber auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu beitragen?
Über diese und andere Fragen diskutiert Christian Ehler, der sich als Mitglied des Europäischen Parlaments für eine Stärkung der Wissenschaftsfreiheit in der EU einsetzt, mit dem Rechtswissenschaftler Christoph Möllers, dem Politikwissenschaftler Lars Lott, der Leopoldina-Präsidentin, Bettina Rockenbach, und dem Präsidenten des IWH, Reint Gropp.
Der Wissenschaftsjournalist Jan-Martin Wiarda moderiert das Gespräch.