Prof. Dr. Alexander Scheffold

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  • Fachbereich Mikrobiologie und Immunologie
  • Ort Kiel, Deutschland
  • Wahljahr 2026

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Humanes Immunsystem, Immuntoleranz, Autoimmunität, regulatorische T-Zellen, Allergie, entzündliche Darmerkrankungen, Infektionskrankheiten

Alexander Scheffold ist ein deutscher Chemiker und Immunologe. Er erforscht, wie menschliche T-Zellen (T-Helferzellen) Immuntoleranz, Immunität und immunvermittelte Erkrankungen regulieren. Um die krankheits-relevanten antigenspezifischen T-Zellen bei Autoimmunerkrankungen, Allergien oder Infektionen sichtbar zu machen und zu charakterisieren, hat seine Arbeitsgruppe sensitive Methoden entwickelt. Die Arbeit von Alexander Scheffold bildet die Grundlage für die Entwicklung antigenspezifischer Therapien für bislang schwer behandelbare chronisch-entzündliche Erkrankungen.

Die präzise Erkennung von Antigenen durch das adaptive Immunsystem ist die Grundlage eines wirksamen Immunschutzes – und damit auch für erfolgreiche Impfungen und moderne Immuntherapien. Gleichzeitig besteht das Risiko fehlgeleiteter Immunreaktionen gegen harmlose oder körpereigene Strukturen. Solche Reaktionen können chronische Autoimmunerkrankungen wie Typ-1-Diabetes oder Multiple Sklerose sowie Allergien verursachen.

Alexander Scheffold konzentriert sich auf antigenspezifische Immunreaktionen beim Menschen – wie sie entstehen und wie sie aus dem Gleichgewicht geraten. Im Mittelpunkt steht die Analyse der Rolle von CD4-T-Zellen, einer Untergruppe der weißen Blutkörperchen und zentral in der Organisation der adaptiven Immunantwort. Ziel ist es, jene T-Zellen zu identifizieren und zu charakterisieren, die krankheitsauslösende Immunreaktionen antreiben, und mit den gewonnenen Erkenntnissen neue Ansätze für eine gezielte therapeutische Modulation zu entwickeln. Ein besonderer Schwerpunkt von Alexander Scheffold liegt auf regulatorischen T-Zellen, die für die Aufrechterhaltung der Immuntoleranz und der Gewebehomöostase, das heißt der Aufrechterhaltung eines stabilen Gleichgewichts innerhalb von biologischem Gewebe, unverzichtbar sind.

Besonders verdient gemacht hat sich Alexander Scheffold durch die Entwicklung hochsensitiver Methoden, mit denen seltene antigenspezifische T-Zellen direkt in menschlichem Blut und Gewebe nachgewiesen, isoliert und funktionell charakterisiert werden können. Mithilfe moderner Einzelzelltechnologien ist es seinem Team gelungen, krankheitsrelevante T-Zell-Populationen direkt zu untersuchen und ihre Funktionen präzise zu bestimmen.

Die Arbeiten der Arbeitsgruppe von Alexander Scheffold haben wesentlich dazu beigetragen zu verstehen, wie antigenspezifische regulatorische T-Zellen adaptive Immunantworten kontrollieren und welche Veränderungen autoreaktive T-Zellen bei Autoimmunerkrankungen durchlaufen. Darüber hinaus konnte sie grundlegende Mechanismen der Aktivität regulatorischer T-Zellen identifizieren sowie homöostatische Wechselwirkungen zwischen adaptiven Immunzellen, Umweltantigenen und der Mikrobiota im Detail analysieren.

Insgesamt verbindet die Forschung von Alexander Scheffold grundlegende Erkenntnisse der humanen Immunologie mit translationalen Ansätzen zur Entwicklung neuer diagnostischer und therapeutischer Verfahren für immunvermittelte Erkrankungen wie Allergien, entzündliche Darmerkrankungen, Infektions- oder Autoimmunerkrankungen.

  • seit 2025 Universitätsprofessor, Institut für Biotechnologie, Technische Universität Berlin
  • seit 2025 Leiter, Abteilung „Technische Immunologie“, Institut für Biotechnologie, Technische Universität Berlin
  • 2018-2025 Direktor, Institut für Immunologie, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
  • 2018-2025 Universitätsprofessor, Institut für Immunologie, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
  • 2012-2018 Universitätsprofessor für "Zelluläre Immunologie", Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin
  • 2008-2011 Gruppenleiter, F&E-Abteilung T-Zell-Immunologie und Zelltherapie, Miltenyi Biotec, Bergisch Gladbach
  • 2008 Habilitation im Fach Immunologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin
  • 1997-2007 Leiter, Forschungsgruppe „Immunmodulation“, Deutsches Rheuma-Forschungszentrum (DRFZ) Berlin
  • 1992-1997 Promotion zum Dr.rer.nat., Fach Immunologie, Universität zu Köln
  • 1985-1992 Diplomstudium Chemie, Universität zu Köln sowie Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

  • seit 2022 Mitglied, Beirat, Deutsche Gesellschaft für Immunologie

  • 2026-2030 Principal Investigator, Advanced Grant „Resolve human autoantigen-specific regulatory T cell responses (ReSpecTreg)“, European Research Council (ERC)
  • 2023-2028 Beteiligter Wissenschaftler, Grant „Autoantigen-specific adoptive regulatory T cell therapy against type 1 diabetes (ARTiDe)“, Europäische Kommission (EC)
  • seit 2023 Leiter, Teilprojekt „Induktion von Antigen-spezifischen Treg-Reaktionen als therapeutische Targets bei chronischen Entzündungskrankheiten“, Transregio (TRR) 355, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • seit 2022 Leiter, Teilprojekt „Das Yin und Yang der Tumor-spezifischen CD4+ T Zellantwort bei ALL“, Klinische Forschungsgruppe (KFO) 5010, DFG
  • seit 2022 Leiter, Teilprojekt „Autoantigen-spezifische T-Zellen in Pemphigoid Erkrankungen“, Sonderforschungsbereich (SFB) 1526, DFG
  • 2019-2022 Leiter, Teilprojekt „Proteolytische Modulation der intestinalen CD4 T-Helferzellfunktion und Immunhomeostase“, SFB 877, DFG
  • seit 2018 Leiter, Teilprojekt „Entschlüsselung mikrobieller subzellulärer Strukturen als Ziele spezifischer Treg-basierter Therapien“, TRR 241, DFG
  • 2013-2016 Leiter, Teilprojekt „Neuausrichtung der Antigenspezifität polyklonaler regulatorischer T-Zellen zur Optimierung ihrer therapeutischen Effektivität und Sicherheit“, SFB 650, DFG
  • 2005-2008 Leiter, Teilprojekt „Präparative Zellsortierung und Modifikation von regulatorischen Zellpopulationen“, SFB 650, DFG
  • 2003-2008 Leiter, Teilprojekt „Analyse der Präsentation oral applizierter Antigene und der spezifischen T-Zellreaktion: Toleranz versus Immunität“, SFB 633, DFG
  • 2003 Leiter, Teilprojekt „Entwicklung und Durchführung von Technologien zur Antigen-spezifischen Zytomerie mittels Multiparamteranalyse“, SFB 633, DFG

  • seit 2026 Mitglied, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina

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