Prof. Dr. Angela Hübner

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  • Fachbereich Gynäkologie und Pädiatrie
  • Ort Dresden, Deutschland
  • Wahljahr 2022

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Kinderheilkunde, Endokrinologie, Erkrankungen der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-(HPA-)-Achse, Nebenniere, Molekulargenetik seltener Erkrankungen
Angela Hübner ist eine deutsche Pädiaterin. In ihrem Fachgebiet, der Kinderendokrinologie, liegt ihr Hauptinteresse auf Erkrankungen der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-(HPA-)-Achse, auch Stressachse genannt. Es handelt sich hierbei um seltene Erkrankungen mit meist unspezifischen und schleichenden Symptomen. Angela Hübner verbindet Grundlagenforschung und klinische Wissenschaft in einem translationalen Ansatz. Ziel ihrer Arbeit ist es, die zugrundeliegende Pathophysiologie von Nebennierenerkrankungen zu verstehen, die Diagnostik zu verbessern und neuartige Therapiestrategien zu entwickeln.
Die Nebenniere ist ein zentrales Organ des Körpers, das Reaktionen auf akute und chronische Stressfaktoren koordiniert und dabei endokrine, neuronale, vaskuläre, metabolische und immunologische Signale integriert. Angela Hübner ist eine der führenden Wissenschaftlerinnen im Bereich von Entwicklungsstörungen der Nebenniere, wie beispielsweise dem Triple-A-Syndrom. Hierbei handelt es sich um eine sehr seltene Multisystem-Krankheit, das Achalasie-, Addison-, Alakrimie-(AAA)-Syndrom. Angela Hübner und ihr Forschungsteam charakterisierten die genetischen Grundlagen dieser Krankheit und die spezifischen Funktionen des AAAS-Proteins (ALADIN) im Zellstoffwechsel. Die umfassenden Sammlungen von Patientendaten und -proben zählen zu den weltweit größten ihrer Art und sind notwendig, um den erforderlichen Fortschritt im Bereich der Nebennierenerkrankungen zu erreichen.
In weiteren Arbeiten beschäftigt sich Angela Hübner mit Modellsystemen zur Erprobung neuer Therapiestrategien für das Adrenogenitale Syndrom (AGS), einer genetisch bedingten Störung der Nebennierenfunktion, die mit einer Nebenniereninsuffizienz, einem Überschuss virilisierender Hormone und verschiedenen Komorbiditäten einhergeht. In ihrer Arbeitsgruppe entstanden die ersten lebensfähigen Knockin-Mausmodelle, mit denen sie neue Therapien für diese Krankheit erproben will.
Angela Hübner engagiert sich außerdem als Sprecherin zweier Clinician Scientist-Programme für die Weiterbildung klinischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit seltenen endokrinen Erkrankungen verbessern können. Ziel ihrer gesamten Arbeit ist es, die Erkennung und Diagnostik dieser seltenen Erkrankungen zu verbessern und neue Therapieansätze zu entwickeln.

  • seit 2009 Leiterin, Fachbereich „Endokrinologie und Diabetologie“, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
  • seit 2005 Stellvertretende Direktorin, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
  • seit 2004 Professorin für Pädiatrische Endokrinologie sowie Leiterin, Fachbereich „Pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie“, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
  • 2000 Habilitation, Venia legendi für Kinderheilkunde
  • 1998-2004 Oberärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin sowie Leiterin, Fachbereich „Pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie“, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
  • 1997 Fachärztin für Kinderheilkunde
  • 1995-1998 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
  • 1994-1995 Forschungsstipendiatin (Wellcome Research Trust, UK), St. Bartholomew’s Hospital, Department of Chemical Endocrinology, London, UK
  • 1994 Gastwissenschaftlerin, University of Manitoba, Winnipeg, Kanada
  • 1992-1994 Forschungsstipendiatin (Deutsche Forschungsgemeinschaft), St. Bartholomew’s Hospital, Department of Chemical Endocrinology, London, UK
  • 1990-1992 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Kinderklinik, Universitätskrankenhaus Eppendorf (heute: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf)
  • 1988-1990 Assistenzärztin, Klinik für Kinderheilkunde, Medizinische Akademie Dresden sowie Kinderklinik, Universitätskrankenhaus Eppendorf
  • 1987-1988 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Pathologische Biochemie, Medizinische Akademie Dresden
  • 1988 Promotion (Dr. med.)
  • 1987 Approbation als Ärztin
  • 1981-1987 Studium der Humanmedizin, Humboldt-Universität zu Berlin sowie Medizinische Akademie Dresden

  • 2013-2018 Studiendekanin, Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, Technische Universität (TU) Dresden
  • 2006-2012 Mitglied, Hochschulkommission, Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ)
  • 2005-2011 Mitglied, Education and Training Committee, European Society for Endocrinology (ESPE)
  • seit 2003 Mitglied, Muskeldystrophie-Netzwerk (MD-NET), München
  • 2003-2008 Koordinatorin, Winter School, ESPE
  • 2001-2006 Mitglied, Vorstand, Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Endokrinologie, Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie
  • 1997-2013 Mitglied, Forschungskommission, Medizinische Fakultät, TU Dresden

  • seit 2021 Leiterin, Teilprojekt „In vitro and in vitro models of novel therapeutic approaches in congenital adrenal hyperplasia“ sowie Koordinatorin, Clinician Scientist Programm, Sonderforschungsbereich/Transregio (SFB/TRR) 205 „The adrenal: central relay in health and disease“, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • seit 2019 Sprecherin, Clinician Scientist Programm, Forschungskolleg „Seltene Erkrankungen“ (Rare Important Syndromes in Endocrinology, RISE), Else Kröner-Fresenius-Stiftung, Bad Homburg v.d.H. sowie Eva Luise und Horst Köhler Stiftung, Bonn
  • 2017-2021 Leiterin, Teilprojekt „Novel therapeutic approaches for congenital adrenal hyperplasia“, SFB/TRR 205, DFG
  • 2011-2017 Teilprojekt „Involvement of ALADIN in adrenal cell function and hormone and response“, Klinische Forschungsgruppe (KFO) 252, DFG
  • 2011-2016 Sachbeihilfen, Projekt „Untersuchungen zur zellulären Funktion des Nukleoporins ALADIN und zu seiner Rolle bei der Pathogenese des Triple-A-Syndroms“, DFG
  • 2008-2010 Leiterin, Teilprojekt „NMD-Chip: High throughput molecular diagnostics in individual patients for genetic diseases: development of a new diagnostic tool for analyses of the major genetic neuromuscular diseases”, HEALTH-2007, 7. Forschungsrahmenprogramm, EU
  • 2003-2008 Leiterin, Teilprojekt „Mikrosatellitenanalysen als ökonomische Strategie für die Differentialdiagnostik von Muskeldystrophien“, MD-NET, Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • 1998-2007 Sachbeihilfen, Projekt, „Aufklärung der Funktion des AAAS-Proteins für die Pathogenese des Triple-A-Syndroms sowie Herstellung und Charakterisierung einer aaas-Knockout-Maus“, DFG

  • 2018 Dietrich Knorr-Preis, Deutsche Gesellschaft für Kinderendokrinologie und -diabetologie
  • 2002 Henning Andersen-Preis, ESPE
  • 2001 Adalbert-Czerny-Preis, DGKJ
  • 1996 Graduierten-Stipendium, Sandoz-Stiftung für therapeutische Forschung, Nürnberg
  • 1995 Henning Andersen-Preis, ESPE

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