Prof. Dr. Anne Maass

Ausgetreten am 25. März 2025

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  • Fachbereich Psychologie und Kognitionswissenschaften
  • Ort Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate
  • Wahljahr 2014

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Sozialpsychologie, kognitive und sprachliche Prozesse, Geschlechterstereotype und die Entstehung von Vorurteilen
Anne Maass ist Psychologin mit Schwerpunkt Sozialpsychologie. Ihr Forschungsinteresse gilt kognitiven und sprachlichen Prozessen, Geschlechterstereotypen und der Entstehung von Vorurteilen. Sie erforscht unter anderem den Sinn von Political Correctness und den Einfluss der Schreibrichtung auf Denken und Handeln.
Die Forschung von Anne Maass konzentriert sich auf das Zusammenspiel von Sprache und sozialer Kognition. Sie untersucht, wie verschiedene Funktionen von Sprache (Wortstellung, Metaphern, grammatikalisches Geschlecht, Schreibrichtung) die Wahrnehmung beeinflussen. Mit ihrem Team hat sie zum Beispiel analysiert, wie die Schreibrichtung auf die Interpretation von Handeln wirkt. Dazu hat sie Studien mit italienischen und arabischen Probandinnen und Probanden durchgeführt: Italienerinnen und Italiener schreiben von rechts nach links, Araberinnen und Araber von links nach rechts. Anne Maass fand heraus, dass eine Handlung als kraftvoller wahrgenommen wird, wenn ihre Bewegung der Schreibrichtung entspricht. So nahmen die italienischen Studienteilnehmenden einen Torschuss als stärker und schöner wahr, wenn die Flugbahn des Schusses von links nach rechts verlief. Sie interpretierten auch aggressive Filmszenen als gewaltsamer, wenn die Aktion der Schreibrichtung entsprach. Interkulturelle Studien deuten darauf hin, dass Gewohnheiten, die infolge der Schreibrichtung entstehen, mitverantwortlich sind für Neigungen und Vorurteile.
In weiteren Arbeiten untersucht Anne Maass die Wirkung von Political Correctness. Denn es gibt wenig empirische Forschung darüber, ob diese Normen überhaupt Auswirkungen haben, ob sie die Interaktion zwischen sozialen Gruppen beeinflussen. Anne Maass kam zu dem Ergebnis, dass Sprache, die der Political Correctness folgt, erkennbare Konsequenzen für die soziale Kognition und menschliche Interaktion hat. In diesem Zusammenhang erforscht sie auch Geschlechterstereotype und die Frage, wie Frauen und Männer durch sexualisierte Mediendarstellungen von Frauen beeinflusst werden.

  • seit 2022 Professorin für Sozialpsychologie, New York University Abu Dhabi, New York, USA
  • 2017-2018 Gastdozentin, Heuss Professur, New School for Social Research, New York, USA
  • 2013-2014 Gastdozentin, New School for Social Research, New York, USA
  • 2008 Gastprofessorin, Vrije Universität Amsterdam, Amsterdam, Niederlande
  • 2001-2022 Professorin für Sozialpsychologie, Universität Padua, Padua, Italien
  • 1997 Gastwissenschaftlerin, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
  • 1994 Gastdozentin, University of California, Davis, USA
  • 1992-2001 Außerordentliche Professorin, Sozialpsychologie, Universität Padua, Padua, Italien
  • 1990-1992 Gastwissenschaftlerin, Universität Kiel
  • 1984-1992 Assistenz-Professorin für Sozialpsychologie, Universität Padua, Padua, Italien
  • 1982-1984 Hochschulassistentin, Universität Kiel
  • 1982 Ph.D. Sozialpsychologie, Florida State University, Tallahassee, USA
  • 1981-1982 Evaluation Specialist (NSF grant), Florida State University, Tallahassee, USA
  • 1980 M.S. Sozialpsychologie, Florida State University, Tallahassee, USA
  • 1979-1981 Wissenschaftliche Assistentin, Florida State University, Tallahassee, USA
  • 1978-1982 Studium der Sozialpsychologie, Florida State University, Tallahassee, USA
  • 1978 Diplom im Fach Psychologie, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
  • 1976-1978 Studium der Psychologie, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
  • 1975-1976 Studium der klinischen Psychologie, Universität Rom, Rom, Italien
  • 1972-1975 Studium der Psychologie, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

  • 2015-2016 Ad Interim Dekanin, School of Psychology, University of Padua, Padua, Italien
  • 2015 Early Career Award Committee, International Social Cognition Network ISCON
  • 2012-2018 Mitglied, Leitungskomitee, ISCON
  • 2012-2018 Beiratsmitglied, Centro de Investigacao e Intervencao Social (CIS-IUL), Instituto Universitario de Lisboa, Lissabon, Portugal
  • 2009-2011 Chief Editor (gemeinsam mit Russell Spears), European Journal of Social Psychology
  • seit 2005 Mitglied, Task Force on Language and Discrimination, International Association of Language and Social Psychology (IALSP)
  • 1996-2002 Mitglied, Leitungskomitee, European Association of Experimental Social Psychology (EAESP)
  • Mitglied, Integrative Science Initiative der Association for Psychological Science (APS)

  • seit 2012 PRIN – Research Projects of National Relevance „Dai media alle molestie sessuali: quando la donna diventa oggetto“, Ministerium für Bildung, Universitäten und Forschung, Italien
  • 2012-2014 CARITRO „Homophobia, gender stereotypes and information transmitted by the voice“, Ministerium für Bildung, Universitäten und Forschung, Italien
  • 2009-2011 PRIN „Embodiment and social cognition: The role of sensory - motor processes in the perception of individuals and groups“, Ministerium für Bildung, Universitäten und Forschung, Italien
  • 2008-2012 Marie-Curie Initial Training Grant „Language, Cognition and Gender“, Europäische Union
  • 2004 Projekt „Peer rejection and the Maladaptive Social Behavior of Children and Adolescents“, Australian Research Council, Australien
  • 2003 Cofin Grant „University and Research Stereotypes and social stigma: The minority’s perspective“, Ministerium für Bildung, Universitäten und Forschung, Italien
  • 2001 Projekt „Ethnic Prejudice in Children: Development and Treatment“, Australian Research Council, Australien
  • 1999 Cofin Grant „University and Research Social Identity, risk behaviors and prejudice in pre-adolescence“, Ministerium für Bildung, Universitäten und Forschung, Italien
  • 1996 Cofin Grant „University and Research Stereotypes: Cognitive, motivational and linguistic processes“, Ministerium für Bildung, Universitäten und Forschung, Italien

  • 2017-2018 Heuss Professorship, The New School, New York, USA
  • 2014-2025 Mitglied, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2011 Henri Tajfel Award, European Association of Social Psychology
  • 2009 Gordon Allport Intergroup Relations Prize, Society for the Psychological Study of Social Issues, Washington D.C., USA
  • 2000 Sir Allan Sewell Fellowship, Griffith University, Brisbane, Australien
  • Alexander von Humboldt Stipendiatin, Universität Kiel und Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
  • Stipendium, Deutscher Akademischer Austauschdienst DAAD, Florida State University, Tallahasse, USA
  • Robert E. Schmidt Stipendium, Universität Rom, Rom, Italien

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