Prof. Dr. Benno Parthier (✝︎)

XXIV. Präsident der Leopoldina (1990-2003)

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  • Fachbereich Genetik/Molekularbiologie und Zellbiologie
  • Ort Halle (Saale), Deutschland
  • Wahljahr 1974

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Genetische, molekularbiologische und biochemische Grundlagen der Biosynthese und der Wirkung der Jasmonate, Biosynthese von Nukleinsäuren und Proteinen, Zelldifferenzierung in Pflanzen
Benno Parthier war Molekularbiologe. Er forschte zur Zelldifferenzierung durch endogene und exogene Faktoren und beschäftigte sich mit dem Wirkmechanismus der Phytohormone und Jasmonate. Als XXIV. Präsident der Leopoldina von 1990-2003 führte er die Akademie in das gesamtdeutsche Wissenschaftssystem.
Weitere Forschungsthemen waren die Chloroplastenbiogenese, die Wechselwirkung zwischen Zellkompartimenten und die Regulation der Biosynthese von Nukleinsäuren und Proteinen. Bedeutung erlangten vor allem seine Untersuchungen zur molekularen Wirkungsweise und Biosynthese pflanzlicher Streßhormone, der Jasmonate.

  • 1998 Altersbedingte Entpflichtung als Direktor des Instituts für Pflanzenbiochemie der Leibniz Gemeinschaft; Professor i. R. an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • 1993 Berufung zum Professor (C4) für Zellbiochemie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (gemeinsame Berufung mit dem außeruniversitären Institut für Pflanzenbiochemie)
  • 1992-1997 Geschäftsführender Direktor des Instituts für Pflanzenbiochemie (IPB) sowie Leiter der Abteilung Hormonforschung
  • 1991 Ernennung zum Gründungsdirektor des Instituts für Pflanzenbiochemie (IPB) in Halle durch den Wissenschafts- und Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt
  • 1990 demokratisch gewählter Direktor des Instituts für Biochemie der Pflanzen (IBP) in Halle; Bestätigung durch den Präsidenten der AdW der DDR
  • 1975 Berufung zum Professor für Molekularbiologie an der Akademie der Wissenschaften der DDR
  • 1968-1975 Dozent für Molekularbiologie, Lehrvertrag mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • 1967-1990 Leiter der molekularbiologischen Abteilung im Institut für Biochemie der Pflanzen der Akademie der Wissenschaften der DDR
  • 1967 Habilitation an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg; Venia legendi
  • 1966 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Biochemie der Pflanzen der Deutschen Akademie der Wissenschaften in Halle
  • 1965-1966 Studienaufenthalt als Stipendiat im Wenner-Gren-Institut für Experimentelle Biologie an der Universität Stockholm, Schweden
  • 1961-1965 Oberassistent am Botanischen Institut der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • 1961 Promotion zum Dr. rer. nat (Botanik) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • 1958-1961 Assistent am Institut für Allgemeine Botanik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • 1958 Hochschulabschluss Diplom-Biologe
  • 1952-1957 Biologie-Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

  • 1998-2010 Mitglied des Kuratoriums der Beckurts-Stiftung, München
  • 1994-1998 Vorstandsmitglied der Deutschen Botanischen Gesellschaft
  • 1994-1996 Vorsitzender der Wissenschaftlichen Kommission des Wissenschaftsrates, zugleich Vorsitz im Forschungsausschuss
  • 1991-1997 Mitglied des Wissenschaftsrates
  • 1991-1995 Mitglied und Vizepräsident im Kuratorium der Studienstiftung des Deutschen Volkes
  • 1990-2003 Präsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, Wiederwahl 1997 (vorher: 1978-1987 Sekretar, 1987-1990 Vizepräsident für Naturwissenschaften)
  • 1972-1980 Vorstandsmitglied der Biologischen Gesellschaft der DDR
  • 1969-1979 Vorstandsmitglied der Biochemischen Gesellschaft der DDR
  • 1966-1975 Mitglied des Zentralen Arbeitskreises „Biochemie“ beim Forschungsrat der DDR, danach bis 1985 Mitglied des Zentralen Arbeitskreises „Biochemie und Technologie“

  • 2018 Verdienstorden des Landes Sachsen-Anhalt
  • 2007 Hans-Olaf-Henkel-Preis (Preis für Wissenschaftspolitik) der Leibniz-Gemeinschaft
  • 2007 Ehrenmitglied der Deutschen Botanischen Gesellschaft
  • 2003 Cothenius-Medaille der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina
  • 2002 Dr. rer. nat. honoris causa durch die Biologische Fakultät der Universität Würzburg
  • 2002 Ehrenbecher der Stadt Halle
  • 1998 Auswärtiges Mitglied der Polnischen Akademie der Wissenschaften und Künste, Krakau, Polen
  • 1997 Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
  • 1994 Außerordentliches Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
  • 1992 Auswärtiges Mitglied der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften, Kiew, Ukraine
  • 1992 Mitglied der Academia Scientiarium et Artium Europaea, Salzburg, Österreich
  • 1991 Auswärtiges Mitglied der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt
  • 1990 Mitglied der Academia Europaea, London, UK
  • 1990 Walter-Friedrich-Medaille der Akademie der Wissenschaften der DDR
  • 1989 Korrespondierendes Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste
  • 1988 Korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
  • 1982 Korrespondierendes und 1988 Ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR
  • 1978 Ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
  • 1974 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina

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