Prof. Dr. Catherine Heymans
- Fachbereich Physik
- Ort Edinburgh, Vereinigtes Königreich
- Wahljahr 2023
Forschung
Forschungsschwerpunkte: Kosmologie, Astrophysik, extragalaktische Astrophysik, dunkle Materie, dunkle Energie, Wissenschaftskommunikation
Catherine Heymans ist eine britische Astrophysikerin. Sie erforscht die dunkle Seite des Universums – dunkle Materie und dunkle Energie. Sie setzt die weltweit größten Teleskope ein, kartiert damit die unsichtbare dunkle Materie und testet verschiedene Theorien. Dunkle Materie und dunkle Energie machen vermutlich 95 Prozent des Universums aus, können aber mit dem derzeitigen Verständnis der theoretischen Physik nicht erklärt werden. Catherine Heymans forscht damit an einer der größten Fragen der heutigen Wissenschaft.
Catherine Heymans gilt als eine weltweit führende Expertin für das sogenannte dunkle Universum. Mit ihrer Forschung will sie herausfinden, welchen Ursprung das dunkle Universum hat, wie es aufgebaut ist, was es ausmacht. Sie vermutet, dass dies nur mit einer „neuen Physik“ beantwortet werden kann, die den bisherigen Blick auf den Kosmos verändern wird und wonach Albert Einsteins Theorie der Gravitation womöglich erweitert werden müsste.
In ihrer Forschung setzt sie die weltweit größten Teleskope ein und verwendet die Technik der „schwachen Gravitationslinse“, um unsichtbare dunkle Materie über die gesamte kosmische Zeit hinweg abzubilden. Sie kann damit erkennen, wie dunkle Materie Lichtstrahlen gravitativ ablenkt und so die Bilder entfernter Galaxien kohärent verzerrt.
Mit ihrer Forschungsgruppe am German Centre for Cosmological Lensing bereitet sie sich auf das erste ankommende Licht am Vera C. Rubin Observatorium in Nordchile vor. Damit wird der bisher tiefste und weiteste Blick in das Universum möglich. Das Spiegelteleskop wird Daten liefern, mit denen Catherine Heymans eine Reihe konventioneller und außergewöhnlicher kosmologischer Modelle unseres Universums gegenüberstellen kann.
2021 wurde Catherine Heymans als erste Frau mit Ehrentitel „Astronomer Royal for Scotland“ ausgezeichnet. Sie ist leidenschaftliche Wissenschaftskommunikatorin, tritt regelmäßig als Fachkommentatorin im BBC-Radio und -Fernsehen auf und setzt sich für Gleichberechtigung, Vielfalt und Inklusion in den MINT-Fächern ein.
Catherine Heymans ist eine britische Astrophysikerin. Sie erforscht die dunkle Seite des Universums – dunkle Materie und dunkle Energie. Sie setzt die weltweit größten Teleskope ein, kartiert damit die unsichtbare dunkle Materie und testet verschiedene Theorien. Dunkle Materie und dunkle Energie machen vermutlich 95 Prozent des Universums aus, können aber mit dem derzeitigen Verständnis der theoretischen Physik nicht erklärt werden. Catherine Heymans forscht damit an einer der größten Fragen der heutigen Wissenschaft.
Catherine Heymans gilt als eine weltweit führende Expertin für das sogenannte dunkle Universum. Mit ihrer Forschung will sie herausfinden, welchen Ursprung das dunkle Universum hat, wie es aufgebaut ist, was es ausmacht. Sie vermutet, dass dies nur mit einer „neuen Physik“ beantwortet werden kann, die den bisherigen Blick auf den Kosmos verändern wird und wonach Albert Einsteins Theorie der Gravitation womöglich erweitert werden müsste.
In ihrer Forschung setzt sie die weltweit größten Teleskope ein und verwendet die Technik der „schwachen Gravitationslinse“, um unsichtbare dunkle Materie über die gesamte kosmische Zeit hinweg abzubilden. Sie kann damit erkennen, wie dunkle Materie Lichtstrahlen gravitativ ablenkt und so die Bilder entfernter Galaxien kohärent verzerrt.
Mit ihrer Forschungsgruppe am German Centre for Cosmological Lensing bereitet sie sich auf das erste ankommende Licht am Vera C. Rubin Observatorium in Nordchile vor. Damit wird der bisher tiefste und weiteste Blick in das Universum möglich. Das Spiegelteleskop wird Daten liefern, mit denen Catherine Heymans eine Reihe konventioneller und außergewöhnlicher kosmologischer Modelle unseres Universums gegenüberstellen kann.
2021 wurde Catherine Heymans als erste Frau mit Ehrentitel „Astronomer Royal for Scotland“ ausgezeichnet. Sie ist leidenschaftliche Wissenschaftskommunikatorin, tritt regelmäßig als Fachkommentatorin im BBC-Radio und -Fernsehen auf und setzt sich für Gleichberechtigung, Vielfalt und Inklusion in den MINT-Fächern ein.
Werdegang
- seit 2019 Direktorin, German Centre for Cosmological Lensing (GCCL), Ruhr-Universität Bochum (RUB)
- seit 2016 Professorin für Beobachtende Kosmologie, University of Edinburgh, Edinburgh, UK
- 2011-2016 Dozentin, University of Edinburgh, Edinburgh, UK
- 2010-2021 Leiterin, Forschungsprojekte, Grants European Research Council (ERC), University of Edinburgh, Edinburgh, UK
- 2003-2011 Postdoktorandin und Stipendiatin, Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) Heidelberg, Canadian Institute for Theoretical Astrophysics (CITA), University of Toronto, Toronto, Kanada, University of British Columbia (UBC) Vancouver, Kanada, Institut d’Astrophysique (IAP) Paris, Paris, Frankreich, sowie Institute for Astronomy (IfA) Edinburgh, University of Edinburgh, Edinburgh, UK
- 2000-2003 Promotion (DPhil) in Astrophysik, University of Oxford, Oxford, UK
- 1996-2000 Studium, Astrophysik, Master mit 1st class honours, University of Edinburgh, Edinburgh, UK
Funktionen
- Vorsitzende, Observing Programmes Committee, European Southern Observatory (ESO), Garching
- Vorsitzende, Dark Matter Strategic Review, Science and Technology Facilities Council (STFC), UK Research and Innovation, UK
- Auswahlkomitee Physik und Astronomie, Royal Society of Edinburgh, Edinburgh, UK
- Herausgeber-Beirat, Open Science Journal
- Mitglied, Kavli Steering Commitee for Public Engagement, International Astronomical Union (IAU)
- Mitglied, UK Executive Board, Large Synoptic Survey Telescope (LSST), USA
Projekte
- Co-Leiterin, Kilo-Degree Survey, ESO, Garching
- Co-Leiterin, Canada-France-Hawaii Telescope Lensing Survey (CFHTLenS), Hawaii, USA
- Mitglied, Dark Energy Science Collaboration, Vera Rubin Observatory, LSST Corporation, USA
- 2015-2021 Consolidator Grant „Global Lensing Observations to go Beyond Einstein (GLOBE)“, ERC
- 2010-2015 Principal Investigator, Starting Grant „Fine observations of the rate of cosmic expansion: combining the powers of weak gravitational lensing and baryon acoustic oscillations as probes of dark energy (FORCE)“, ERC
Auszeichungen und Mitgliedschaften
- seit 2023 Mitglied, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
- 2022 Herschel Medal, Royal Astronomical Society, UK
- seit 2021 Astronomer Royal for Scotland, UK
- 2021 Ehrenmitglied, Royal Scottish Society of Arts, UK
- 2018 Max-Planck-Humboldt Forschungspreis, Max-Planck-Gesellschaft, München sowie Alexander von Humboldt-Stiftung, Bonn
- 2018 Mitglied, Royal Society of Edinburgh, UK
- 2017 George Darwin Lectureship, Royal Astronomical Society, UK
- 2011-2016 Gründungsmitglied, The Young Academy of Scotland, UK