Prof. Dr. Darius Moradpour
- Fachbereich Innere Medizin und Dermatologie
- Ort Lausanne, Schweiz
- Wahljahr 2014
Forschung
Forschungsschwerpunkte: molekulare Virologie und Pathogenese der Hepatitis C und E, Virus-Wirt-Interaktionen
Darius Moradpour ist ein Schweizer Internist sowie Gastroenterologe und Hepatologe, der sich auf die Erforschung der Leber spezialisiert hat. Wesentlich hat er zum Verständnis des Vermehrungszyklus des Hepatitis C-Virus (HCV) und des Hepatitis E-Virus (HEV) sowie deren Interaktionen mit der Wirtszelle beigetragen.
Darius Moradpour hat wesentlich zum Verständnis des Replikationszyklus des Hepatitis-C-Virus (HCV) beigetragen, insbesondere zu den viralen und zellulären Determinanten, die für die Bildung eines Replikationskomplexes erforderlich sind, sowie zu den Wechselwirkungen von HCV mit zellulären Proteinen und funktionellen Signalwegen. Die HCV-Infektion ist weltweit eine der häufigsten Ursachen für chronische Hepatitis, Leberzirrhose und hepatozelluläres Karzinom. In den letzten Jahren wurden auf diesem Gebiet große Fortschritte erzielt, insbesondere durch die Entwicklung hochwirksamer und gut verträglicher oraler Kombinationstherapien, mit denen heute praktisch alle Patientinnen und Patienten geheilt werden können.
In jüngerer Zeit hat Darius Moradpour ein erfolgreiches multidisziplinäres Forschungsprogramm zur Hepatitis E etabliert, das Grundlagenforschung, diagnostische Tests, molekulare Epidemiologie und klinisches Management umfasst. Das Hepatitis-E-Virus (HEV) ist weltweit eine der häufigsten Ursachen für akute Hepatitis und Ikterus. Die HEV-Genotypen 1 und 2 verursachen in erster Linie durch verunreinigtes Trinkwasser übertragene Ausbrüche in ressourcenbeschränkten Gebieten, während die Genotypen 3 und 4 als Zoonose auch in Gebieten mit mittlerem und hohem Einkommen Bedeutung erlangt haben. HEV-Genotyp 3, der in Europa vorherrschende virale Genotyp, kann ein akut-auf-chronisches Leberversagen auslösen, extrahepatische Manifestationen einschließlich neurologischer Komplikationen hervorrufen und bei immungeschwächten Personen persistieren und eine chronische Hepatitis mit potenziell rascher Progression zur Leberzirrhose verursachen. Wichtige Aspekte des HEV-Lebenszyklus und der Pathogenese müssen noch erforscht werden.
In den letzten zwei Jahrzehnten hat die Forschung rund um die Hepatitisviren entscheidende Entdeckungen in den Bereichen Molekular- und Zellbiologie, Immunologie und Mikrobiologie erbracht. Darius Moradpour hat wichtige Beiträge auf dem Gebiet der Virushepatitis geleistet.
Darius Moradpour ist ein Schweizer Internist sowie Gastroenterologe und Hepatologe, der sich auf die Erforschung der Leber spezialisiert hat. Wesentlich hat er zum Verständnis des Vermehrungszyklus des Hepatitis C-Virus (HCV) und des Hepatitis E-Virus (HEV) sowie deren Interaktionen mit der Wirtszelle beigetragen.
Darius Moradpour hat wesentlich zum Verständnis des Replikationszyklus des Hepatitis-C-Virus (HCV) beigetragen, insbesondere zu den viralen und zellulären Determinanten, die für die Bildung eines Replikationskomplexes erforderlich sind, sowie zu den Wechselwirkungen von HCV mit zellulären Proteinen und funktionellen Signalwegen. Die HCV-Infektion ist weltweit eine der häufigsten Ursachen für chronische Hepatitis, Leberzirrhose und hepatozelluläres Karzinom. In den letzten Jahren wurden auf diesem Gebiet große Fortschritte erzielt, insbesondere durch die Entwicklung hochwirksamer und gut verträglicher oraler Kombinationstherapien, mit denen heute praktisch alle Patientinnen und Patienten geheilt werden können.
In jüngerer Zeit hat Darius Moradpour ein erfolgreiches multidisziplinäres Forschungsprogramm zur Hepatitis E etabliert, das Grundlagenforschung, diagnostische Tests, molekulare Epidemiologie und klinisches Management umfasst. Das Hepatitis-E-Virus (HEV) ist weltweit eine der häufigsten Ursachen für akute Hepatitis und Ikterus. Die HEV-Genotypen 1 und 2 verursachen in erster Linie durch verunreinigtes Trinkwasser übertragene Ausbrüche in ressourcenbeschränkten Gebieten, während die Genotypen 3 und 4 als Zoonose auch in Gebieten mit mittlerem und hohem Einkommen Bedeutung erlangt haben. HEV-Genotyp 3, der in Europa vorherrschende virale Genotyp, kann ein akut-auf-chronisches Leberversagen auslösen, extrahepatische Manifestationen einschließlich neurologischer Komplikationen hervorrufen und bei immungeschwächten Personen persistieren und eine chronische Hepatitis mit potenziell rascher Progression zur Leberzirrhose verursachen. Wichtige Aspekte des HEV-Lebenszyklus und der Pathogenese müssen noch erforscht werden.
In den letzten zwei Jahrzehnten hat die Forschung rund um die Hepatitisviren entscheidende Entdeckungen in den Bereichen Molekular- und Zellbiologie, Immunologie und Mikrobiologie erbracht. Darius Moradpour hat wichtige Beiträge auf dem Gebiet der Virushepatitis geleistet.
Werdegang
- seit 2009 Ärztlicher Direktor, Abteilung Gastroenterologie und Hepatologie, Universitätsklinik Lausanne (Centre Hospitalier Universitaire Vaudois), Lausanne, Schweiz
- seit 2006 Ordentlicher Professor, Fakultät für Biologie und Medizin, Universität Lausanne, Lausanne, Schweiz
- seit 2004 Leiter Hepatologie, Abteilung Gastroenterologie und Hepatologie, Universitätsklinik Lausanne, Lausanne, Schweiz
- 2004 Außerplanmäßiger Professor, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
- 2002-2003 Gastprofessor, Rockefeller University, New York City, USA
- 1999-2004 Oberarzt, Abteilung für Innere Medizin II, Universitätsklinikum Freiburg i. Br.
- 1999 Habilitation, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
- 1996-1999 Facharztausbildung in Gastroenterologie und Hepatologie, Abteilung für Innere Medizin II, Universitätsklinikum Freiburg i. Br.
- 1993-1995 Postdoktorand, Massachusetts General Hospital, Harvard Medical School, Boston, USA
- 1989-1992 Facharztausbildung in Innerer Medizin, Medizinische Poliklinik und Medizinische Klinik, Universitätsspital Zürich, Zürich, Schweiz
- 1989 Promotion zum Dr. med., Universität Zürich, Zürich, Schweiz
Funktionen
- 2022-2024 Mitglied, Wissenschaftliches Komitee, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig
- seit 2021 Mitherausgeber, Hepatology
- 2017-2018 Präsident, Wissenschaftliches Komitee und Jahreskongresse, Schweizerische Gesellschaft für Gastroenterologie, Schweizerische Gesellschaft für Viszeralchirurgie sowie Swiss Association for the Study of the Liver, Schweiz
- seit 2016 Mitglied, Wissenschaftlicher Beirat, Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (DZIF), Braunschweig
- 2011-2016 Präsident, Swiss Association for the Study of the Liver, Schweiz
- 2008-2011 Mitglied, Governing Board, European Association for the Study of the Liver
- 2006-2011 Chairman, Scientific Committee, Swiss Hepatitis C Cohort Study, Schweiz
- 2014-2019 Mitherausgeber, Journal of Hepatology
- 2001-2006 Mitherausgeber, Hepatology
Auszeichungen und Mitgliedschaften
- seit 2014 Mitglied, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
- 2012 Ehrendoktorwürde, Université de Lyon, Lyon, Frankreich
- 2009 Ehrenpreis, Schweizerische Gesellschaft für Gastroenterologie, Schweiz
- 2008 Prix Cloëtta, Prof. Dr. Max Cloëtta Foundation, Zürich, Schweiz
- 2006 Prix Leenaards, Fondation Leenaards, Lausanne, Schweiz