Prof. Dr. Gerhard Burckhardt
- Fachbereich Physiologie und Pharmakologie/Toxikologie
- Ort Göttingen, Deutschland
- Wahljahr 2002
Forschung
Forschungsschwerpunkte: Molekulare Grundlagen der renalen Ausscheidung organischer Anionen, para-Aminohippurat/alpha-Ketoglutarat-Austausch
Gerhard Burckhardt erforschte die molekularen Grundlagen der renalen Ausscheidung organischer Anionen. Nach der Beschreibung des para-Aminohippurat/alpha-Ketoglutarat-Austauschs als entscheidenden Schritt bei der Aufnahme von organischen Anionen aus dem Blut in die Zellen der proximalen Nierentubuli gelang 1997 die Strukturaufklärung des beteiligten Membranproteins, des Organische-Anionen-Transporters 1 (OAT1) zunächst aus der Flunderniere, dann aus den Nieren des Menschen und weiterer Spezies. Zuletzt beschäftigten sich G. Burckhardt und Mitarbeiter mit der Rolle von Transportern bei angeborenen Stoffwechselerkrankungen und bei der medikamentösen Krebstherapie.
Gerhard Burckhardt erforschte die molekularen Grundlagen der renalen Ausscheidung organischer Anionen. Nach der Beschreibung des para-Aminohippurat/alpha-Ketoglutarat-Austauschs als entscheidenden Schritt bei der Aufnahme von organischen Anionen aus dem Blut in die Zellen der proximalen Nierentubuli gelang 1997 die Strukturaufklärung des beteiligten Membranproteins, des Organische-Anionen-Transporters 1 (OAT1) zunächst aus der Flunderniere, dann aus den Nieren des Menschen und weiterer Spezies. Zuletzt beschäftigten sich G. Burckhardt und Mitarbeiter mit der Rolle von Transportern bei angeborenen Stoffwechselerkrankungen und bei der medikamentösen Krebstherapie.
Werdegang
- 1991-2016 Professur für Vegetative Physiologie und Pathophysiologie, Zentrum Physiologie und Pathophysiologie, Universitätsmedizin Göttingen, Göttingen
- 1988 Habilitation für Physiologie
- 1979-1991 Arbeitsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Biophysik, Frankfurt am Main
- 1973-1979 Wissenschaftlicher Angestellter am Gustav-Embden-Zentrum für Biologische Chemie, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main
- 1973 Promotion
- 1972-1973 Medizinalassistent
- 1966-1972 Studium der Medizin an der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main
Funktionen
- 2008-2015 Studiendekan der medizinischen Fakultät
- 2005-2009 Mitglied der Kontrollkommission am Institut für Medizinische und Pharmazeutische Prüfungsfragen
- 2005 Präsident der Deutschen Physiologischen Gesellschaft
- 2004-2011 Vertrauensdozent der Studienstiftung des Deutschen Volkes
Projekte
- 1997-2007 Sprecher des Graduiertenkollegs GRG 335 "Klinische, zelluläre und molekulare Biologie innerer Organe"
- 1994-2000 Teilprojektleiter im SFB 402 „Molekulare und zelluläre Hepatogastroenterologie“
- 1984-1991 Teilprojektleiter im SFB 169 „Struktur und Funktion membranständiger Proteine“
Auszeichungen und Mitgliedschaften
- seit 2002 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
- 1975 Preis zur Förderung des Wissenschaftlichen Nachwuchses, vergeben durch die Paul Ehrlich-Stiftung