Prof. Dr. Joachim R. Kalden (✝︎)
- Fachbereich Innere Medizin und Dermatologie
- Ort Erlangen, Deutschland
- Wahljahr 2002
Forschung
Forschungsschwerpunkte: Pathogeneseforschung von autoimmun-rheumatischen Krankheitsbildern, Therapieforschung und Entwicklung neuer Therapieprinzipien bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, Genetik der Autoimmunerkrankung des rheumatischen Formenkreises
Joachim R. Kalden war Humanmediziner und Experte für Immunologie. Er war mehr als 30 Jahre Leiter des Instituts und der Klinik für Klinische Immunologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und wurde für seine Forschung zu Ursachen und Therapie von autoimmun-rheumatischen Erkrankungen mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet.
Joachim R. Kalden widmete sich der Ursachenforschung zu Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises und entwickelte neue Therapieprinzipien für diese Krankheitsbilder. In Erlangen gelang es ihm 1988 erstmals, zwei klinische Max-Planck-Arbeitsgruppen an der Medizinischen Klinik III zu etablieren. Verantwortlich beteiligt war er an der Gründung und Entwicklung des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Sonderforschungsbereichs „Immunologische Mechanismen bei Infektionen, Entzündungen und Autoimmunität“ sowie an der Etablierung des Interdisziplinären Zentrums für Klinische Forschung 1996. Unter seiner Leitung entwickelte sich die Medizinische Klinik III mit Poliklinik und das Institut für Klinische Immunologie der Universität Erlangen-Nürnberg zu international anerkannten Institutionen in der Erforschung und Therapieentwicklung auf dem Feld immunologischer Krankheitsbilder. Für seine Leistung erhielt er zahlreiche nationale und internationale Preise.
Joachim R. Kalden war Humanmediziner und Experte für Immunologie. Er war mehr als 30 Jahre Leiter des Instituts und der Klinik für Klinische Immunologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und wurde für seine Forschung zu Ursachen und Therapie von autoimmun-rheumatischen Erkrankungen mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet.
Joachim R. Kalden widmete sich der Ursachenforschung zu Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises und entwickelte neue Therapieprinzipien für diese Krankheitsbilder. In Erlangen gelang es ihm 1988 erstmals, zwei klinische Max-Planck-Arbeitsgruppen an der Medizinischen Klinik III zu etablieren. Verantwortlich beteiligt war er an der Gründung und Entwicklung des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Sonderforschungsbereichs „Immunologische Mechanismen bei Infektionen, Entzündungen und Autoimmunität“ sowie an der Etablierung des Interdisziplinären Zentrums für Klinische Forschung 1996. Unter seiner Leitung entwickelte sich die Medizinische Klinik III mit Poliklinik und das Institut für Klinische Immunologie der Universität Erlangen-Nürnberg zu international anerkannten Institutionen in der Erforschung und Therapieentwicklung auf dem Feld immunologischer Krankheitsbilder. Für seine Leistung erhielt er zahlreiche nationale und internationale Preise.
Werdegang
- 1977-2006 Direktor, Institut und Poliklinik für Klinische Immunologie (heute: Medizinische Klinik III mit Poliklinik), Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg
- 1974-1976 Oberarzt, Abteilung für Klinische Immunologie, Rheumatologie und Transfusionsmedizin, Medizinische Hochschule Hannover (MHH)
- 1973 Habilitation, Department für Innere Medizin, MHH
- 1970-1973 Assistent, Department für Innere Medizin, MHH
- 1967-1970 Stipendiat, Medical Research Council sowie Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Department of Therapeutics, University of Edinburgh, Edinburgh, UK
- 1966 Dissertation, Universitätsklinikum Tübingen
Funktionen
- 2001-2003 Präsident, European League against Rheumatism (EULAR)
- 1993-1994 Präsident, Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh)
- 1989-1998 Vorsitzender, Wissenschaftliches Komitee, Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), Heidelberg
- 1983-1990 Präsident, Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI)
Projekte
- 1999-2001 Teilprojekt „Bedeutung von anti-dsDNA-Antikörpern für die Pathogenese der Lupusnephritis (B 2)“, Sonderforschungsbereich (SFB) 423 „Nierenschäden: Pathogenese und regenerative Mechanismen“, DFG
- 1991-1996 Teilprojekt „Remutation von klonalen anti-dsDNA Antikörpern (C 5)“, SFB 263 „Immunologische Mechanismen bei Infektion, Entzündung und Autoimmunität“, DFG
Auszeichungen und Mitgliedschaften
- 2007 AESKU-Preis, AESKU.GROUP, Wendelsheim
- 2005 Ehrendoktorwürde, Medizinische Fakultät, Universität Lund, Lund, Schweden
- seit 2002 Mitglied, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
- 2000 Bayrischer Verdienstorden
- seit 1999 Ordentliches Mitglied, Bayerische Akademie der Wissenschaften
- 1998 Ehrendoktorwürde, Charité - Universitätsmedizin Berlin
- 1996 Verdienstkreuz am Bande, Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland
- 1976 Georg Zimmermann-Preis für Tumorforschung, MHH