Prof. Dr. Joost-Pieter Katoen
- Fachbereich Informationswissenschaften
- Ort Aachen, Deutschland
- Wahljahr 2024
Forschung
Forschungsschwerpunkte: Formale Methoden, formale Verifikation, probabilistische Modelle, Modellprüfung und Programmverifikation
Joost-Pieter Katoen ist ein theoretischer Informatiker. Seine Forschung ist auf die Entwicklung von mathematischen Verifikationsmethoden zur Bewertung der Genauigkeit von Programmen und Computersystemen gerichtet. Die hierfür verwendeten automatischen Methoden kombinieren Konzepte der mathematischen Logik, der Automaten und der Graphentheorie. Die von ihm entwickelten Techniken und Software-Tools werden in Bereichen wie Sicherheitsanalyse, KI-Planung, Kontrolltheorie, Systembiologie sowie in der modellbasierten Leistungsbewertung und Zuverlässigkeitsanalyse eingesetzt.
Ob in der Forschung, im administrativen oder industriellen Bereich – Software gilt es auf Fehler zu untersuchen. Als einer der weltweit führenden Forschenden im Bereich Formaler Methoden erbringt Joost-Pieter Katoen algorithmisch den Nachweis, dass ein Computersystem den Benutzeranforderungen hinsichtlich Sicherheit genügt und reibungslos funktioniert. Er hat Pionierarbeit im Forschungsgebiet „probabilistisches Model Checking (PMC)“, einem Teilbereich der computergestützten Verifikation, geleistet. Dazu gehören wesentliche Beiträge zu den Grundlagen effizienter, gut skalierbarer Algorithmen für diskrete und zeitkontinuierliche probabilistische Modelle wie die Markov-Entscheidungsprozesse (MDPs). Die heutzutage verfügbaren PMC-Verfahren sind in diversen Teilbereichen adoptiert worden, wie zum Beispiel in der Sicherheitsanalyse, der Planung von Künstlicher Intelligenz und für verteilte randomisierte Algorithmen. Das Softwaretool „Storm“, das von Katoens Team entwickelt wurde, gehört zu den leistungsfähigsten probabilistischen Model Checkern.
Darüber hinaus hat sich Joost-Pieter Katoen in den letzten 15 Jahren der Semantik und Analyse von probabilistischen Programmen gewidmet. Diese Programme können eine sehr breite Klasse von probabilistischen Modellen – das heißt mathematische Modelle, die Zufallsvariablen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen mit einschließen – beschreiben. Eingesetzt werden sie unter anderem im Bereich des probabilistischen maschinellen Lernens. Joost-Pieter Katoen konnte insbesondere neue deduktive Verifikationsverfahren für solche Programme entwickeln und teilweise auch automatisieren.
Neben zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen veröffentlichte Joost-Pieter Katoen das Buch „Principles of Model Checking“, das in diesem Kontext als Standardwerk gilt.
Joost-Pieter Katoen ist ein theoretischer Informatiker. Seine Forschung ist auf die Entwicklung von mathematischen Verifikationsmethoden zur Bewertung der Genauigkeit von Programmen und Computersystemen gerichtet. Die hierfür verwendeten automatischen Methoden kombinieren Konzepte der mathematischen Logik, der Automaten und der Graphentheorie. Die von ihm entwickelten Techniken und Software-Tools werden in Bereichen wie Sicherheitsanalyse, KI-Planung, Kontrolltheorie, Systembiologie sowie in der modellbasierten Leistungsbewertung und Zuverlässigkeitsanalyse eingesetzt.
Ob in der Forschung, im administrativen oder industriellen Bereich – Software gilt es auf Fehler zu untersuchen. Als einer der weltweit führenden Forschenden im Bereich Formaler Methoden erbringt Joost-Pieter Katoen algorithmisch den Nachweis, dass ein Computersystem den Benutzeranforderungen hinsichtlich Sicherheit genügt und reibungslos funktioniert. Er hat Pionierarbeit im Forschungsgebiet „probabilistisches Model Checking (PMC)“, einem Teilbereich der computergestützten Verifikation, geleistet. Dazu gehören wesentliche Beiträge zu den Grundlagen effizienter, gut skalierbarer Algorithmen für diskrete und zeitkontinuierliche probabilistische Modelle wie die Markov-Entscheidungsprozesse (MDPs). Die heutzutage verfügbaren PMC-Verfahren sind in diversen Teilbereichen adoptiert worden, wie zum Beispiel in der Sicherheitsanalyse, der Planung von Künstlicher Intelligenz und für verteilte randomisierte Algorithmen. Das Softwaretool „Storm“, das von Katoens Team entwickelt wurde, gehört zu den leistungsfähigsten probabilistischen Model Checkern.
Darüber hinaus hat sich Joost-Pieter Katoen in den letzten 15 Jahren der Semantik und Analyse von probabilistischen Programmen gewidmet. Diese Programme können eine sehr breite Klasse von probabilistischen Modellen – das heißt mathematische Modelle, die Zufallsvariablen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen mit einschließen – beschreiben. Eingesetzt werden sie unter anderem im Bereich des probabilistischen maschinellen Lernens. Joost-Pieter Katoen konnte insbesondere neue deduktive Verifikationsverfahren für solche Programme entwickeln und teilweise auch automatisieren.
Neben zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen veröffentlichte Joost-Pieter Katoen das Buch „Principles of Model Checking“, das in diesem Kontext als Standardwerk gilt.
Werdegang
- seit 2024 Prorektor für Lehre, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen
- seit 2004 Professor für Softwaremodellierung und Verifikation, RWTH Aachen
- seit 1999 Professor für Formale Methoden und Werkzeuge, Universität Twente, Enschede, Niederlande
- 1997-1999 Postdoktorand, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
- 1996 Promotion, Universität Twente, Enschede, Niederlande
- 1990 Professional Doctorate in Engineering, Technische Universität Eindhoven, Niederlande
- 1987 Master in Informatik, Universität Twente, Enschede, Niederlande
Funktionen
- 2020-2024 Sprecher, Profilbereich „Information and Communication Technology“, RWTH Aachen
- 2013-2019 Sprecher, Steering Committee, European Joint Conferences on Theory and Practice of Software (ETAPS)
- 2012-2015 Sprecher, Fachgruppe „Informatik“, RWTH Aachen
Projekte
- 2024-2026 Beteiligter, Proof-of-Concept Grant „A Deductive Verifier for Probabilistic Programs“, European Research Council (ERC)
- 2018-2024 Koordinator, Advanced Research Grant „Formal Reasoning About Probabilistic Programs“ (FRAPPANT), ERC
- 2017-2026 Sprecher, Graduiertenkolleg (GRK) 2236 „Uncertainty and Randomness in Algorithms, Verification and Logic“ (UnRAVeL), Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Auszeichungen und Mitgliedschaften
- seit 2024 Mitglied, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
- seit 2022 Mitglied, Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste, Düsseldorf
- seit 2021 Mitglied, Association for Computing Machinery (ACM), New York City, USA
- seit 2021 Mitglied, Koninklijke Hollandsche Maatschappij der Wetenschappen (KHM*W*) (Royal Holland Society of Sciences and Humanities), Netherlands
- seit 2017 Ehrendoktor, Aalborg University, Aalborg, Dänemark
- seit 2013 Mitglied, Academia Europaea