Prof. Dr. Josef Perner
- Fachbereich Psychologie und Kognitionswissenschaften
- Ort Salzburg, Österreich
- Wahljahr 2011
Forschung
Forschungsschwerpunkte: Theorie des Geistes, Bewusstsein, Gedächtnis, Counterfactual Reasoning
Josef Perner ist ein österreichischer Psychologe und Verhaltensforscher. In den 1980er Jahren begründete er mit der Erforschung der „Theory of Mind“ ein neues Forschungsfeld. In experimentellen Studien konnte er nachvollziehen, wie bereits kleine Kinder eine Vorstellung davon entwickeln, dass menschliche Individuen Wesen mit Gedanken, Gefühlen und Absichten sind.
In experimentellen Studien gelang es Perner, gemeinsam mit seinem Salzburger Kollegen Heinz Wimmer, nachzuzeichnen, dass Kinder eine „Theorie des Geistes“ entwickeln. Er zeigte, wie sich schon in früher Kindheit die Vorstellung herausbildet, dass menschliche Individuen geistige Wesen sind, deren Handeln von Gedanken, Gefühlen und Absichten bestimmt wird.
Die „Theorie des Geistes“ entwickelte sich zu einer interdisziplinären Forschungsrichtung der Kognitionswissenschaft. Sie bringt Aspekte und Fragen von vier Forschungsbereichen zusammen: der Philosophie des Geistes („Wie lassen sich Begriffe mentaler Zustände, die wir einander zuschreiben, analysieren?“), der Entwicklungspsychologie („Wie werden solche Begriffe erworben?“), der vergleichenden Psychologie („Wie haben sich solche Fähigkeiten evolutionär entwickelt? Wer verfügt über sie?“) und der Kognitions- und Neuropsychologie („Was sind die kognitiven und neuronalen Grundlagen dieser Fähigkeiten?“).
Josef Perner ist ein österreichischer Psychologe und Verhaltensforscher. In den 1980er Jahren begründete er mit der Erforschung der „Theory of Mind“ ein neues Forschungsfeld. In experimentellen Studien konnte er nachvollziehen, wie bereits kleine Kinder eine Vorstellung davon entwickeln, dass menschliche Individuen Wesen mit Gedanken, Gefühlen und Absichten sind.
In experimentellen Studien gelang es Perner, gemeinsam mit seinem Salzburger Kollegen Heinz Wimmer, nachzuzeichnen, dass Kinder eine „Theorie des Geistes“ entwickeln. Er zeigte, wie sich schon in früher Kindheit die Vorstellung herausbildet, dass menschliche Individuen geistige Wesen sind, deren Handeln von Gedanken, Gefühlen und Absichten bestimmt wird.
Die „Theorie des Geistes“ entwickelte sich zu einer interdisziplinären Forschungsrichtung der Kognitionswissenschaft. Sie bringt Aspekte und Fragen von vier Forschungsbereichen zusammen: der Philosophie des Geistes („Wie lassen sich Begriffe mentaler Zustände, die wir einander zuschreiben, analysieren?“), der Entwicklungspsychologie („Wie werden solche Begriffe erworben?“), der vergleichenden Psychologie („Wie haben sich solche Fähigkeiten evolutionär entwickelt? Wer verfügt über sie?“) und der Kognitions- und Neuropsychologie („Was sind die kognitiven und neuronalen Grundlagen dieser Fähigkeiten?“).
Werdegang
- seit 1995 Professor für Psychologie, Paris-Lodron-Universität Salzburg, Österreich
- 1993-1994 Gastprofessur am Max-Planck-Institut für Psychologische Forschung, München
- 1993 Professur für Experimentelle Psychologie, University of Sussex, Vereinigtes Königreich
- 1979-1994 Mitglied der Fakultät für Experimentelle Psychologie, University of Sussex, Vereinigtes Königreich
- 1988-1989 Alexander-von-Humboldt-Forschungsstipendium, Max-Planck-Institut für Psychologie, München
- 1978-1979 Wissenschaftlicher Assistent, Fakultät für Psychologie, Universität Basel, Schweiz
- 1978 Promotion, University of Toronto, Kanada
- 1972-1978 Studium der Psychologie, University of Toronto, Kanada
- 1968-1972 Studium der Psychologie, Mathematik und Philosophie, Paris-Lodron-Universität Salzburg, Österreich
Funktionen
- 2005-2007 Österreichische Gesellschaft für funktionelle Magnetresonanztomographie (ÖGfMRT)
- 1999-2001 Präsident der European Society for Philosophy and Psychology (ESPP)
- seit 1996 Mitglied der European Society for Philosophy and Psychology (ESPP)
- 1997-2001 Vorstandsmitglied der Salzburger Gesellschaft für Psychologie (SGP)
- 2000-2002 Obmann der Salzburger Gesellschaft für Psychologie (SGP)
- 1991-1992 Vorstandsmitglied der Developmental Psychology Section der British Psychological Society (BPS)
Projekte
- seit 2018 DFG-Projekt „Die Struktur und Entwicklung des Verstehens von Handlungen und Gründen“
- 2008-2013 DFG-Projekt „The Logic of Causal and Probabilistic Reasoning in Uncertain Environments (LcpR)“
Auszeichungen und Mitgliedschaften
- 2012 Kurt-Zopf-Förderpreis der Universität Salzburg, Österreich
- 2012 Bielefelder Wissenschaftspreis
- 2011 The William Thierry Preyer Award for Excellence in Research on Human Development, European Association of Developmental Psychology
- seit 2011 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
- 2011 Ehrendoktorwürde, Universität Basel, Schweiz
- seit 2009 Fellow der Association for Psychological Science (APS)
- seit 2008 Mitglied der Academia Europaea
- 2001 Corresponding Fellow der British Academy