Prof. Dr. Joseph Heitman
- Fachbereich Mikrobiologie und Immunologie
- Ort Durham, NC, Vereinigte Staaten
- Wahljahr 2021
Forschung
Forschungsschwerpunkte: Mikrobiologie, Pathogenese, Infektionskrankheiten, Genetik und Genomik von Pilzen, geschlechtliche Fortpflanzung, Wirt-Pathogen-Interaktion
Joseph Heitman ist Professor für Molekulargenetik und Mikrobiologie. Seine grundlegenden Beiträge zur mikrobiellen Genetik von Eukaryoten – Lebewesen mit einem Zellkern – haben ihn weit bekannt gemacht. Bei der Hefe entdeckte er Zielstrukturen und Wirkungsmechanismen für breit einsetzbare Medikamente, die antiproliferativ sowie immunsuppressiv wirken. Die Arbeiten seiner Forschungsgruppe an pathogenen Pilzen liefern Aufschluss über Infektionsmechanismen, Fortpflanzung, Arzneimittelwirkung und -resistenzen und sind für die Transplantations- und Infektionsmedizin bedeutend.
Pionierstudien aus dem Labor Heitman mit Baker-Hefe zeigten, wie immunsuppressiv wirkende Naturstoffe über FKBP12-Wirkstoffkomplexe, eine Proteinfamilie, Signalkaskaden unterbrechen. Frühe Anerkennung fand Heitman durch die Entdeckung der Proteinkinase TOR, ein spezielles Enzym, das die Übermittlung von Signalen in Zellen beeinflusst. Dieses Enzym kann durch das immunsuppressiv wirkende Medikament Rapamycin gehemmt und somit das Immunsystem unterdrückt werden, so dass beispielsweise Abstoßungsreaktionen in der Transplantationsmedizin unterbunden werden können. Zudem wirkt Rapamycin auf die Zellteilung, die unter anderem durch TOR in Gang gesetzt wird, so dass es auch in der Chemo-Tumortherapie eingesetzt wird.
Joseph Heitman entdeckte die eingeschlechtliche Fortpflanzung bei pathogenen Pilzen und wie dieser Prozess die mikrobielle Evolution beeinflusst. Mit genetischen und genomischen Ansätzen konnte Heitmans Team die molekularen Grundlagen der Pilzvirulenz aufklären und therapeutische Ziele identifizieren. Studien mit dem Enzym Calcineurin als Virulenzfaktor bei Pilzen dienen der Erforschung von weiteren Proteinen wie den FK506-Analoga als neue antimikrobielle Therapeutika. Im Rahmen seiner Forschungsarbeiten beschäftigt sich Joseph Heitman mit der Frage, welche Rolle die RNA-Interferenz (RNAi) bei mikrobiellen Pathogenen, bei hypervirulenten Ausbruchslinien und bei der Arzneimittelresistenz durch Epimutation, eine vorübergehende Veränderung der Genaktivität, spielt.
Joseph Heitman ist Professor für Molekulargenetik und Mikrobiologie. Seine grundlegenden Beiträge zur mikrobiellen Genetik von Eukaryoten – Lebewesen mit einem Zellkern – haben ihn weit bekannt gemacht. Bei der Hefe entdeckte er Zielstrukturen und Wirkungsmechanismen für breit einsetzbare Medikamente, die antiproliferativ sowie immunsuppressiv wirken. Die Arbeiten seiner Forschungsgruppe an pathogenen Pilzen liefern Aufschluss über Infektionsmechanismen, Fortpflanzung, Arzneimittelwirkung und -resistenzen und sind für die Transplantations- und Infektionsmedizin bedeutend.
Pionierstudien aus dem Labor Heitman mit Baker-Hefe zeigten, wie immunsuppressiv wirkende Naturstoffe über FKBP12-Wirkstoffkomplexe, eine Proteinfamilie, Signalkaskaden unterbrechen. Frühe Anerkennung fand Heitman durch die Entdeckung der Proteinkinase TOR, ein spezielles Enzym, das die Übermittlung von Signalen in Zellen beeinflusst. Dieses Enzym kann durch das immunsuppressiv wirkende Medikament Rapamycin gehemmt und somit das Immunsystem unterdrückt werden, so dass beispielsweise Abstoßungsreaktionen in der Transplantationsmedizin unterbunden werden können. Zudem wirkt Rapamycin auf die Zellteilung, die unter anderem durch TOR in Gang gesetzt wird, so dass es auch in der Chemo-Tumortherapie eingesetzt wird.
Joseph Heitman entdeckte die eingeschlechtliche Fortpflanzung bei pathogenen Pilzen und wie dieser Prozess die mikrobielle Evolution beeinflusst. Mit genetischen und genomischen Ansätzen konnte Heitmans Team die molekularen Grundlagen der Pilzvirulenz aufklären und therapeutische Ziele identifizieren. Studien mit dem Enzym Calcineurin als Virulenzfaktor bei Pilzen dienen der Erforschung von weiteren Proteinen wie den FK506-Analoga als neue antimikrobielle Therapeutika. Im Rahmen seiner Forschungsarbeiten beschäftigt sich Joseph Heitman mit der Frage, welche Rolle die RNA-Interferenz (RNAi) bei mikrobiellen Pathogenen, bei hypervirulenten Ausbruchslinien und bei der Arzneimittelresistenz durch Epimutation, eine vorübergehende Veränderung der Genaktivität, spielt.