Prof. Dr. Kai A. Konrad

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  • Fachbereich Ökonomik und Empirische Sozialwissenschaften
  • Ort München, Deutschland
  • Wahljahr 2013

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Öffentliche Finanzen, Politische Ökonomie, Wirtschaftspolitik
Kai A. Konrad ist Ökonom mit Schwerpunkt Finanzwissenschaft. Seine Forschung befasst sich mit einer Vielzahl von Themen aus den Bereichen Wirtschaftswissenschaften, Finanzwissenschaften, Politikwissenschaft, Theoretische Biologie und Operations Research. Unter anderem widmet er sich dem zwischenstaatlichen Steuer- und Systemwettbewerb, der europäischen Staatsschuldenkrise, energiepolitischen Fragen im Zusammenhang mit dem Klimawandel und dem Wettbewerb um ökonomischen oder sozialen Status.
Ein Thema, das Kai Konrad von Beginn seiner wissenschaftlichen Forschungen an beschäftigte, ist die Rolle des Strebens nach sozialem Status und Prestige für wirtschaftliches Handeln. In einer mit Amihai Glazer (University of California, Irvine, USA) verfassten Arbeit untersuchte er, wie solche Präferenzen auf öffentlich beobachtbares Spendenverhalten wirken. In einer anderen frühen Arbeit untersuchte er die Auswirkungen solcher Präferenzen auf die gesamtwirtschaftliche Kapitalbildung: eine übermäßige Kapitalbildung und das Entstehen einer Klassengesellschaft, bestehend aus Kapitalisten und Arbeitern. Die Monographie „Strategy and Dynamics of Contests“ legt wichtige theoretische Grundlagen für die Analyse von Wettbewerb um hohen sozialen Status und von anderen Formen von Turnieren. Vor allem für diese „grundlegenden theoretischen Beiträge zur ökonomischen Analyse von Strategien in Turnieren mit Anwendungen in der Industrieökonomie wie auch in der politischen Ökonomie“ erhielt er 2023 die Ehrendoktorwürde der Universität Basel.
In der Diskussion um internationale Klimapolitik untersuchte Kai Konrads die Rolle einer Anpassung an den Klimawandel als Ergänzung oder Alternative zu Vermeidungsstrategien und machte pragmatische Vorschläge dazu, wie dem unerwarteten und gefährlichen Nebeneffekt des „rush-to-burn“ begegnet werden kann, der im Zusammenhang mit einer Dekarbonisierung des Energiesektors droht.
Seit den frühen 2020er Jahren nimmt Kai Konrads die zunehmend antagonistische wirtschaftliche und politische Beziehung zwischen den USA und China in den Blick. Er zeigt mögliche Zukunftsszenarien auf und stellt die Frage, wie kleinere Länder oder auch die Europäische Union in dieser Auseinandersetzung sinnvoll handeln können.

  • 2015-2022 Distinguished Affiliate Professor, European School of Management and Technology (ESMT), Berlin
  • seit 2011 Direktor, Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen, München
  • 2009-2012 Forschungsprofessur „Die Zukunft des fiskalischen Föderalismus in Deutschland und Europa“, Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL), Berlin
  • 2009-2010 Direktor, Abteilung „Finanzwissenschaft“, Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht, München
  • 2001-2009 Direktor, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)
  • 1994-2009 Professor für Volkswirtschaftslehre, Institut für öffentliche Finanzen und Sozialpolitik, Freie Universität Berlin
  • 1994-2000 Professor (II) of Economics, Institut für Ökonomie, University of Bergen, Bergen, Norwegen
  • 1993-1994 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Volkswirtschaftliches Institut, Rheinische Friedrichs-Wilhelms-Universität Bonn
  • 1993 Habilitation in Volkswirtschaftslehre, Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München
  • 1990-1991 Dozent, Department of Economics, University of California, Irvine, USA
  • 1990 Promotion in Volkswirtschaftslehre, LMU München
  • 1982-1986 Studium der Volkswirtschaftslehre, Universität Heidelberg

  • 020-2023 Senior Editor, Economic Policy
  • 2019 Co-Editor, Special Issue, European Journal of Political Economy
  • 2018 Co-Editor, Special Issue, FinanzArchiv
  • seit 2017 Vorsitzender, Wissenschaftlicher Beirat, Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim
  • 2014-2022 Mitglied, Wissenschaftlicher Beirat, Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW)
  • 2013-2015 Co-Editor, Beiträge zur Finanzwissenschaft
  • seit 2012 Mitglied, Wissenschaftlicher Beirat, Norwegian Center for Taxation (NoCeT), Bergen, Norwegen
  • seit 2012 Mitglied, Editorial Board, German Economic Review
  • 2012-2017 Mitglied, Scientific Council, Bruegel AISBL, Brüssel, Belgien
  • seit 2011 Mitglied, Wissenschaftlicher Beirat, Wirtschaftsdienst
  • 2011-2014 Vorsitzender, Wissenschaftlicher Beirat, Bundesministerium der Finanzen
  • 2011-2019 Mitglied, Forschungsbeirat, RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, Essen
  • seit 2010 Mitglied, Wissenschaftlicher Beirat, ZEW, Mannheim
  • 2010-2022 Mitglied, Editorial Board, World Tax Journal
  • seit 2009 Wissenschaftliches Mitglied, Max-Planck-Gesellschaft, München
  • seit 2009 Mitglied, Editorial Board, Journal of Conflict Resolution
  • 2009-2012 Mitglied, Wissenschaftlicher Beirat, Munich Center of Governance, Communication, Public Policy and Law (MCG), LMU München
  • seit 2008 Associate Editor, Economics of Governance
  • 2007-2018 Co-Editor, Journal of Public Economics
  • 2007-2009 Editorial Board, European Journal of Political Economy
  • 2005-2010 Associate Editor, Regional Science and Urban Economics
  • seit 2005 Associate Editor, The Geneva Risk and Insurance Review
  • 2003-2007 Associate Editor, Journal of Public Economics
  • seit 2002 Co-Editor, Finanzwissenschaftliche Schriften
  • seit 2001 Associate Editor, Journal of Population Economics
  • seit 2001 Associate Editor, CESifo Economic Studies
  • 2000-2007 Editor, Economics of Governance
  • seit 1999 Mitglied, Wissenschaftlicher Beirat, Bundesministerium der Finanzen
  • 1998-2000 Managing Editor, Economic Policy
  • 1997-1998  Editorial Board, European Journal of Political Economy
  • 1995-2004 Associate Editor, The Geneva Papers on Risk and Insurance Theory

  • 2008-2011 Antragsteller, Projekt „Competition among Nation States”, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie Agence Nationale de la Recherche (ANR), Paris, Frankreich
  • 2008-2010 Antragsteller, Projekt „Föderale Architektur und Standortwettbewerb“, Schwerpunktprogramm (SPP) 1142, DFG
  • 2006-2009 Projekt „Creating Sustainable Growth in Europe – The Economics and Politics of Employment, Migration and Social Justice”, Anglo-German-Foundation (AGF), London, UK
  • 2006-2008 Projekt „Föderale Systeme, Direktinvestitionen und Eigentumsrechte“, SPP 1142, DFG
  • 2004-2015 Leiter, Teilprojekt „Konflikte in Organisations- und Steuerungsproblemen“, Transregio (TRR) 15, DFG
  • 2001-2007 Konferenzfördermittel, VolkswagenStiftung, Hannover sowie Fritz-Thyssen-Stiftung, Köln

  • 2023 Ehrendoktorwürde, Universität Basel, Basel, Schweiz
  • 2016 Richard Musgrave Visiting Professorship, International Institute of Public Finance (IIPF) sowie Center of Economic Studies (CES), ifo Institut – Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung (CESifo), München
  • seit 2015 Mitglied, European Academy of Sciences and Arts
  • seit 2014 Mitglied, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW)
  • seit 2013 Mitglied, Academia Europaea
  • seit 2013 Mitglied, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2013-2017 Fellow, WZB
  • seit 2012 Mitglied, acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften
  • seit 2011 Honorarprofessor, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, FU Berlin
  • seit 2009 Honorarprofessor, Volkswirtschaftliche Fakultät, LMU München
  • seit 2009 International Research Fellow, Centre for Business Taxation, Oxford University, Oxford, UK
  • 2004-2019 Direktor, Research Area „Employment and Social Protection“, CESifo, München
  • 2000 Gossen-Preis, Verein für Socialpolitik, Berlin
  • 1999 Forschungsstipendiat, CESifo, München
  • 1999 Forschungsstipendiat, Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA), Bonn
  • 1994 Forschungsstipendiat, Centre of Economic Policy Research (CEPR), London, UK

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