Prof. Dr. Kurt von Figura

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  • Fachbereich Humangenetik und Molekulare Medizin
  • Ort Göttingen, Deutschland
  • Wahljahr 2004

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Erforschung der Ursachen für bestimmte Stoffwechselerkrankungen wie beipielsweise lysosomale Speicherkrankheiten und kongenitale Glykosylierungsstörungen, Biogenese von Lysosomen (Zellorganellen in tierischen Zellen), signalabhängiger Proteintransport
Kurt von Figura ist ein deutscher Mediziner. Seine biochemischen Forschungen trugen dazu bei, die molekularen Ursachen mehrerer erblich bedingte Stoffwechselerkrankungen aufzuklären. Dadurch lieferte er zugleich die Grundlage für verbesserte Behandlungsmöglichkeiten.
Er beschäftigte sich intensiv mit der Aufklärung molekularer Defekte bei lysosomalen Speicherkrankheiten. Dahinter verbirgt sich eine ganze Gruppe erblich bedingter Stoffwechselerkrankungen, zu der unter anderen die sogenannte Multiple Sulfatase Defizienz zählt. Dabei handelt es sich um eine seltene, bei Kindern auftretende Erbkrankheit, die meist schon im ersten Lebensjahrzehnt zum Tod führt, weil den Patientinnen und Patienten lebenswichtige Enzyme fehlen. Kurt von Figura lieferte wesentliche Beiträge, um die Ursachen für die Entstehung dieser Erkrankung aufzuklären. So konnte er eine bislang nicht im Protein nachgewiesene Aminosäure als Ursache der Erkrankung identifizieren.
Von Figura war außerdem an der Erforschung und Entwicklung neuer Diagnosemethoden und Therapien gegen den ebenfalls erblich bedingten Stoffwechseldefekt Congenital Disorders of Glycosylation, eine angeborene Störung des Zucker-Eiweiß-Stoffwechsels, beteiligt.

  • 2005-2010 Präsident, Georg-August-Universität Göttingen
  • 1986-2004 Professor für Biochemie, Georg-August-Universität Göttingen
  • 1977-1986 Wissenschaftlicher Rat und Professor, Eberhard Karls Universität Tübingen
  • 1976-1977 Wissenschaftlicher Oberassistent, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
  • 1972-1976 Wissenschaftlicher Assistent, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
  • 1970 Promotion zum Dr. med., Eberhard Karls Universität Tübingen
  • 1969-1970 Medizinalassistent, Bad Wildungen, Tübingen und München
  • 1963-1969 Studium der Medizin, Eberhard Karls Universität Tübingen und Universität Wien, Wien, Österreich

  • seit 2004 Mitglied, Kuratorium, Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen
  • seit 2004 Mitglied, Kuratorium, Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin, Göttingen
  • seit 2003 Mitglied, Kuratorium, Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, Berlin-Buch
  • 2002-2004 Geschäftsführender Direktor, Zentrum Biochemie und Molekulare Zellbiologie, Universitätsmedizin Göttingen
  • seit 2001 Mitglied, Arbeitsgruppe „Forschungs- und lehrförderliche Strukturen in der Universitätsmedizin“, Wissenschaftsrat
  • seit 2001 Mitglied, Auswahlausschuss, Humboldt- und F.W. Bessel-Forschungspreise
  • seit 2000 Mitglied, Wissenschaftlicher Beirat, Interdisziplinäres Zentrum für Klinische Forschung, Münster (IZKF)
  • 2000-2004 Leiter, Internationaler M.Sc./Ph.D. Studiengang „Molecular Biology“, Georg-August-Universität Göttingen
  • 1997-2004 Mitglied, Deutsch-Israelische Projektkooperation (DIP), Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • 1997-1999 Geschäftsführender Direktor, Zentrum Biochemie und Molekulare Zellbiologie, Universitätsmedizin Göttingen
  • seit 1999 Herausgeber, European Journal of Cell Biology
  • 1999-2003 Geschäftsführender Direktor, Göttinger Zentrum für Molekulare Biowissenschaften (GZMB)
  • 1999-2003 Mitglied, Senat, Georg-August-Universität Göttingen
  • 1998-2002 Mitglied, Wissenschaftlicher Beirat, Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg (ZMBH)
  • 1997-2001 Mitglied, Vorstandsrat, Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte
  • seit 1991 Mitglied, Verwaltungsrat, GlaxoSmithKline Stiftung (früher SmithKline Beecham Stiftung), München
  • 1989-1991 Geschäftsführender Direktor, Zentrum Biochemie und Molekulare Zellbiologie, Universitätsmedizin Göttingen
  • 1988-1990 Fachgutachter, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

  • 2004-2006 „Posttranslationale Bildung von Ca-Formylglycin in eukaryonten Sulfatasen“, DFG
  • 1999-2002 „Massenspektrometrische Proteinanalytik“, DFG
  • 1998-2010 „Molekulare Grundlagen des CDG-Syndroms“, DFG
  • 1996-2006 Sprecher, Sonderforschungsbereich 523 „Protein- und Membrantransport zwischen zellulären Kompartimenten“, DFG
  • 1990-1996 Sprecher, Graduiertenkolleg „Signalvermittelter Transport von Proteinen und Vesikeln“, DFG

  • seit 2004 Mitglied, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2004 Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft, Körber-Stiftung, Hamburg
  • 2002 Otto-Warburg-Medaille, Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM), Frankfurt am Main
  • 2002 Ehrendoktorwürde, Université de Namur, Namur, Belgien
  • seit 1998 Mitglied, Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
  • seit 1988 Mitglied, European Molecular Biology Organization (EMBO)
  • 1982 Dozentenstipendium, Fonds der Chemischen Industrie, Frankfurt am Main
  • 1981 FEBS Anniversary Price, GBM, Frankfurt am Main, und Federation of European Biochemical Societies
  • 1978 Preis, Hoechst AG, Frankfurt am Main

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