Prof. Dr. Lars-Erik Cederman

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  • Fachbereich Ökonomik und Empirische Sozialwissenschaften
  • Ort Zürich, Schweiz
  • Wahljahr 2019

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Konflikt, Bürgerkrieg, ethnische Ungleichheit, Nationalismus, Staatenbildung
Lars-Erik Cederman ist ein schwedisch-schweizerischer Politikwissenschaftler, der sich mit Konfliktforschung beschäftigt. Im Fokus seiner Forschung steht die Verbindung bewaffneter Konflikte mit makrohistorischen Prozessen wie Staatenbildung und Nationalismus. Dabei widmet er sich dem Effekt ethnopolitischer und ethnoökonomischer Ungleichheiten auf Bürgerkriege sowie der Frage, wie sich durch Machtteilung und die dadurch verminderte Ungleichheit Konflikte reduzieren lassen.
Im Fokus seiner Forschungsgruppe steht die Verbindung zwischen Ungleichheit und politischer Gewalt. Cedermans Annahme ist, dass ethnische Ungleichheit und ethnonationalistische Mobilisierung Bürgerkriege auslösen können. Sein Forschungsteam hat über Jahre Daten von ethnischen Gruppen und deren Beteiligung an Konfliktprozessen gesammelt und analysiert. Die Forschung mündete in der Datenbank „Ethnic Power Relations (EPR) Dataset Family“.
In seinem ERC Advanced Grant-Projekt entwickelt Cederman eine neue Theorie der Transformation von Nationalstaaten. Diese testet er anhand von historischen Karten und Archivdaten, die mithilfe von maschinellem Lernen ausgesucht wurden. So untersucht er, wie Staaten entstehen, wie Nationalismus Außengrenzen und interne Strukturen verändert und wie diese Prozesse mit Kriegen interagieren. Ziel ist, die Wirkung von Reformvorschlägen wie beispielsweise territoriale Aufteilung auf Risikominimierung für aufflammende Konflikte zu bestimmen.

  • seit 2018 Stellvertretung des Departmentsvorstehers, Department Geistes-, Sozial- und Staatswissenschaften, Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich, Schweiz
  • 2012-2013 Direktor, Center for Comparative and International Studies, Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich, Schweiz
  • seit 2003 Professor, Internationale Konfliktforschung, Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich, Schweiz
  • 2001-2003 Frederick S. Danziger Associate Professor of Government, Harvard University, Massachusetts, USA
  • 1997-2001 Assistant Professor for Political Science, University of California, Los Angeles, USA
  • 1995-1997 University Lecturer, Somerville College, University of Oxford, UK
  • 1994-1995 Lecturer, Hochschulinstitut für internationale Studien und Entwicklung, Genf, Schweiz
  • 1994 Ph.D, Politikwissenschaften, The University of Michigan, USA
  • 1990 M.A., Internationale Beziehungen, Hochschulinstitut für internationale Studien und Entwicklung, Genf, Schweiz
  • 1988 M.Sc., Technische Physik, Universität Uppsala, Schweden

  • seit 2019 Chair, Scientific Advisory Board, Cluster of Excellence „The Politics of Inequality: Perceptions, Participation and Policies“, Universität Konstanz
  • 2019 Review editor, „Science“
  • 2012-2017 Associate editor, „International Organization“
  • 2011 Mitbegründer, Competence Center for Coping with Crises in Socio-Economic Systems, Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich, Schweiz
  • 2004-2006 Mitorganisator, Trans-Atlantic Initiative on Complex Organizations and Networks
  • 2001-2002 Mitorganisator, Cambridge Colloquium on Complexity and Social Networks, Harvard University, Massachusetts, USA

  • seit 2018 Advanced Grant „Nationalist State Transformation and Conflict“, Europäischer Forschungsrat (ERC)
  • 2015-2018 „Causes and Consequences of Irredentism“, Schweizerischer Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF)
  • 2015-2016 „Civilian Victimization and Conflict Escalation“, Swiss Network for International Studies
  • 2014-2016 „Revisiting the Resource Curse based on Geocoded Events Data“, Schweizerischer Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF)
  • 2013-2016 „Ethnic Power Relations and Conflict in fragile States“, Schweizerischer Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF)
  • 2012-2016 „European Network of Conflict Research“, COST (European Cooperation in Science and Technology), EU-Forschungsrahmenprogramm Horizont 2020
  • 2012-2015 „Ethnic Inclusion and Power Sharing Institutions“, Schweizerischer Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF)
  • 2010-2012 „Refugee Flows and Transnational Ethnic Linkages“, Swiss Network for International Studies
  • 2009-2013 „Institutional Strategies for Post-Conflict Democratization“, NCCR Democracy, Schweizerischer Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF)
  • 2007-2009 „Disaggregating Civil Wars“, European Science Foundation
  • 2006-2009 „Democratizing Divided Societies in Bad Neighborhoods“, NCCR Democracy, Schweizerischer Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF)

  • seit 2019 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2018 Marcel-Benoist-Preis, Marcel-Benoist-Stiftung
  • 2015 David Singer Data Innovation Award, American Political Science Association
  • seit 2014 Global Fellow, Peace Research Institute Oslo, Norwegen
  • 2014 NEPS Medal, Network of European Peace Scientists
  • 2013 APSA Conflict Processes Best Book Award, American Political Science Association
  • 2011 The Heinz Eulau Award, American Political Science Association
  • 2001 The Heinz Eulau Award, American Political Science Association
  • 2000 - 2001 Visiting Scholar, John M. Olin Institute for Strategic Studies, Harvard University, Massachusetts, USA
  • 2000 The Furniss Award for Emergent Actors in World Politics, Mershon Center, Ohio State University, USA
  • 1999-2000 Jean Monnet Fellow, Robert Schuman Centre for Advanced Studies, European University Institute, Florenz, Italien
  • 1995 Ann Arbor. Horace H. Rackham Distinguished Dissertation Award, The University of Michigan, USA
  • 1992-1994 Fellowship in Peace and Security in a Changing World, Social Science Research Council/MacArthur Foundation
  • 1991-1992 Thord-Gray Memorial Fellowship, The American-Scandinavian Foundation
  • 1990-1991 Graduate Fellowship for studies at the University of Michigan, Rotary Foundation
  • 1988-1989 Fellowship for studies at the Graduate Institute of International Studies, Swiss Confederation
  • 1986-1987 Undergraduate fellowship for studies at University of Massachusetts, Fulbright Commission
  • 1986-1987 Stipendium, Marcus Wallenberg’s Foundation for International Industrial Enterprise (erneut 1988-1989 und 1991-1992)

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