Prof. Dr. Manfred Broy

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  • Fachbereich Informationswissenschaften
  • Ort Garching, Deutschland
  • Wahljahr 2003

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Software- und Systementwicklung, Systemmodellierung, Komposition und Verifikation von Systemen, Werkzeuge für die Softwareentwicklung
Manfred Broy ist Informatiker. Seine Forschungsschwerpunkte die Modellierung und Entwicklung komplexer softwareintensiver Systeme. Er untersucht praktische Fragen der Softwareentwicklung mit mathematischen und logischen Modellen. Zudem beschäftigt er sich mit der Rolle der Software in einer vernetzten Welt, von den Potenzialen über Auswirkungen bis hin zu Sicherheitsfragen.
Manfred Broy forscht auf dem Gebiet der Modellierung und Entwicklung komplexer softwareintensiver Systeme auf wissenschaftlicher Grundlage. Dieser Schwerpunkt wird flankiert durch den Einsatz wohldurchdachter Prozesse, präziser Anforderungsermittlung und -spezifikation, langlebiger flexibler Softwarearchitekturen und moderner Werkzeuge auf Basis mathematischer und logischer Methoden. Zielsetzung ist die Fundierung und Weiterentwicklung der Methoden des Software und Systems Engineering mit Fokus auf Qualitätssicherung und langfristiger Systemevolution.
Die Entwicklung von Softwaresystemen ist sehr komplex. Manfred Broy arbeitet an der Systematisierung des Entwicklungsprozesses. In die Softwareentwicklung sind oft Teams an verschiedenen Standorten und eine Vielzahl an Technologien und Methoden eingebunden. Broy erstellt mit seiner Arbeitsgruppe Modelle, die als Rahmen (Framework) für Projektstrukturen, methodisches Wissen, Entwicklungsartefakte, Makro- und Mikroprozesse sowie als Werkzeuge dienen. Softwareentwicklung kann dadurch effizienter und sicherer werden. Broy hat zum Beispiel mit seinem Team das Werkzeug AutoFocus entwickelt, das die Systementwicklung mit integrierten, grafischen Beschreibungstechniken unterstützt.
In einer Studie hat Manfred Broy die Verbindung von Cyberspace und eingebetteten Systemen (Cyber-Physical Systems, CPS) in ihren Potenzialen und Auswirkungen untersucht. Zu den Anwendungen von Cyber-Physical Systems zählen erweiterte Mobilität, intelligente Städte, integrierte telemedizinische Versorgung, Sicherheit sowie vernetzte Produktion und Energiewandel. Broy beschäftigt sich zum Beispiel mit Risiken und Chancen vernetzter Autos. So könnten nach einem Unfall bestimmte Informationen zu einem Rettungswagen gesendet werden: Wie viele Personen befinden sich im Auto, ist der Airbag aufgegangen, welche Funktionen des Autos wurden beschädigt? Eine Vernetzung könnte aber auch dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden.
Ziel der Forschung von Manfred Broy ist unter anderem die Weiterentwicklung der Methoden des Software- und System-Engineerings vor allem unter den Aspekten Sicherheit und Effizienz.

  • bis 2019 Wissenschaftlicher Geschäftsführer der Geschäftsstelle „Zentrum Digitalisierung. Bayern“
  • 2015 Gründungspräsident „Zentrum Digitalisierung. Bayern“
  • 1992 Gründungsdekan der Fakultät für Informatik der Technischen Universität (TU) München
  • 1989-2015 Professor für Informatik, Institut für Informatik, Technische Universität (TU) München
  • 1983-1989 Professor für Informatik, Fakultät für Mathematik und Informatik, Universität Passau
  • 1983 Gründungsdekan der Fakultät für Mathematik und Informatik der Universität Passau
  • 1982 Habilitation an der Technischen Universität (TU) München
  • 1980 Promotion
  • 1976-1983 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Informatik und am DFG-Sonderforschungsbereich 49 „Programmiertechnik“, Technische Universität (TU) München
  • 1976 Diplom in Mathematik der Fachrichtung Informatik, Technische Universität (TU) München

  • 2009 Sprecher des Direktoriums von fortiss
  • seit 1999 Vorsitzender des Aufsichtsrats der InterFace AG

  • 2012-2018 DFG-Projekt „Model-Driven Evolution Management Framework for Automation Systems (MoDEMAS)“, Antragsteller, Teilprojekt zu SPP 1593 „Design for Future - Managed Software Evolution“
  • 2010-2013 DFG-Projekt „Formalisierung von Anforderungen durch Dokumentanalyse“
  • 2007-2010 DFG-Projekt „Integration von Workflowbeschreibungen in kontextsensitive Systeme zur Steigerung der Adaptionsgenauigkeit“
  • 2006-2011 DFG-Projekt „Fundierung und Semantische Standardisierung der UML V2.0“,
  • 2004-2011 DFG-Projekt „Methodische Fundierung der dienstbasierten Entwicklung reaktiver Systeme“
  • 2003-2006 DFG-Projekt „Methodisch fundierte Entwicklung echtzeitkritischer Systeme auf Basis der Beschreibungstechniken der UML-RT“
  • 2001-2004 DFG-Projekt „Mathematisches Systemmodell“
  • 2001-2003 DFG-Projekt „Methodik des inkrementellen Entwurfs reaktiver Systeme“,
  • 2000-2003 DFG-Projekt „Methodisch fundierte Entwicklung echtzeitkritischer Systeme auf Basis der Beschreibungstechniken der UML-RT“, Teilprojekt zu SPP 1064 „Integration von Techniken der Softwarespezifikation für ingenieurwissenschaftliche Anwendungen“
  • 1999-2003 DFG-Projekt „Integrierte mathematische Maschinenmodellierung“, Teilprojekt zu SPP 1016 „Analyse und Synthese kontinuierlich-diskreter technischer Systeme“ (KONDISK)
  • 1997-2006 DFG-Projekt „GRK 301: Logik in der Informatik“
  • 1997-2004 DFG-Projekt „Beschreibungstechniken und formale Qualitätssicherung für eingebettete Systeme“, Teilprojekt zu SPP 1040 „Entwurf und Entwurfsmethodik eingebetteter Systeme“

  • 2015 Emeritus of Excellence der Technischen Universität München
  • seit 2014 Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
  • 2012 Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst
  • 2007 Konrad Zuse-Medaille der Gesellschaft für Informatik (GI)
  • seit 2006 Mitglied von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften
  • 2006 Bayerischer Staatspreis für Unterricht und Kultus
  • 2006 Max-Planck-Fellow am Institut für Softwaresysteme in Kaiserslautern
  • 2004 Fellow der Gesellschaft für Informatik
  • 2003 Ehrendoktorwürde der Universität Passau
  • seit 2003 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 1996 Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
  • 1994 Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • seit 1992 Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften

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