Prof. Dr. Tosso Leeb
- Fachbereich Agrar- und Ernährungswissenschaften
- Ort Bern, Schweiz
- Wahljahr 2009
Forschung
Forschungsschwerpunkte: Molekulargenetik von Haustieren, Erbkrankheiten, genetische Variation, Genomsequenzierung
Tosso Leeb arbeitet auf dem Gebiet der Molekulargenetik von Haustieren. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt in der Aufklärung von genetischen Varianten, die zu Erbkrankheiten oder anderen sichtbaren Merkmalsunterschieden bei Haustieren führen (Hund, Katze, Pferd, Rind, Schaf, Schwein, Ziege).
So konnte Leeb bereits mehr als 100 kausale Genvarianten für verschiedene Erbkrankheiten und Farbvarianten aufklären. Dazu zählen beispielsweise die genetische Ursache für die fehlende Behaarung bei Nackthunden oder der Nachweis, dass die helle Fellfarbe von Polarwölfen und vielen Hunderassen auf eine mehr als zwei Millionen Jahre alte Introgression eines DNA-Abschnitts eines inzwischen ausgestorbenen Caniden zurückzuführen ist.
Neben der Erforschung von Erbkrankheiten engagiert sich Leeb auch in internationalen Genomsequenzierungsprojekten. Er hat insbesondere an der Sequenzierung des Pferdegenoms mitgewirkt und ist Mitglied im Dog10K Konsortium.
Tosso Leeb arbeitet auf dem Gebiet der Molekulargenetik von Haustieren. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt in der Aufklärung von genetischen Varianten, die zu Erbkrankheiten oder anderen sichtbaren Merkmalsunterschieden bei Haustieren führen (Hund, Katze, Pferd, Rind, Schaf, Schwein, Ziege).
So konnte Leeb bereits mehr als 100 kausale Genvarianten für verschiedene Erbkrankheiten und Farbvarianten aufklären. Dazu zählen beispielsweise die genetische Ursache für die fehlende Behaarung bei Nackthunden oder der Nachweis, dass die helle Fellfarbe von Polarwölfen und vielen Hunderassen auf eine mehr als zwei Millionen Jahre alte Introgression eines DNA-Abschnitts eines inzwischen ausgestorbenen Caniden zurückzuführen ist.
Neben der Erforschung von Erbkrankheiten engagiert sich Leeb auch in internationalen Genomsequenzierungsprojekten. Er hat insbesondere an der Sequenzierung des Pferdegenoms mitgewirkt und ist Mitglied im Dog10K Konsortium.
Werdegang
- seit 2005 Professor für Veterinärmedizinische Genetik und Tierzucht sowie Direktor, Institut für Genetik, Universität Bern, Bern, Schweiz
- 1999-2005 Professor für Molekulare Veterinärgenetik, Tierärztliche Hochschule Hannover
- 1999 Habilitation, Tierärztliches Institut, Georg-August-Universität Göttingen
- 1996 Postdoktorand, Health Science Center, University of Texas, San Antonio, USA
- 1995 Promotion, Institut für Biochemie, Universität München sowie Tierärztliches Institut, Georg-August-Universität Göttingen
- 1987-1992 Studium der Chemie, Ludwig-Maximilians-Universität München
Funktionen
- seit 2017 Mitglied, Executive Committee, International Society for Animal Genetics
- 2016-2019 Mitglied, Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Außerhumanbereich, Schweiz
Projekte
- 2015-2018 Projekt „A One Health Approach to unravel Novel Genes and Molecular Pathways in Dermatology“, Schweizerischer Nationalfonds (SNF), Schweiz
- 2006-2010 Projekt „Charakterisierung und Feinkartierung von QTL-Regionen für Wasserbindungsvermögen hinsichtlich regionspezifischer, Merkmals- und QTL- Genotyp-assoziierter Expression und Locusinteraktionen“, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Auszeichungen und Mitgliedschaften
- 2022 George Fleming Prize, Veterinary Journal, Elsevier Verlag, Amsterdam, Niederlande
- 2020 Ulmer Dermatologie-Preis, Universität Ulm und Stadt Ulm
- 2020 International Canine Health Award, Kennel Club Charitable Trust, London, UK
- 2014 Forschungspreis, Alexander-von-Humboldt-Stiftung, Bonn
- seit 2009 Mitglied, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina