Prof. Dr. Ulrich Koszinowski
- Fachbereich Mikrobiologie und Immunologie
- Ort München, Deutschland
- Wahljahr 1999
Forschung
Hauptarbeitsgebiete: Arbeiten zur Erkennung von virusinfizierten Zellen durch T-Lymphozyten (MHC-Restriktion bei Vaccinia-Virus, Aufklärung des Befundes; dass virale Proteinsynthese für T-Zellerkennung virusinfizierter Zellem keine essentielle Voraussetzung ist); Induktion der antiviralen Immunantwort in vitro; Einsatz von quantitativen Verfahren zur Ermittlung der Virus-Subtypspezifität von T-Zellen und zur Analyse der erkannten viralen Proteine (insbesondere an Rabies und Herpesviren); T-Zell-Immunantwort gegen virale Nicht-Strukturproteine; Herstellung eines T-Zell-Klons; Klonierung des Genoms des murinen Cytomegalovirus und molekulare Identifikation sowie funktionelle Analyse der von T-Zellen erkannten viralen Proteine; Arbeit mit Vaccinia-Virus-Rekombinanten; Cytomegalovirus als Modell für die Immunbiologie einer chronischen Virusinfektion; Arbeiten zur antiviralen T-Zell-Therapie (Befund, dass Cytomegalovirus-Infektion durch T-Zellen therapierbar ist); Identifikation des viralen T-Zellantigens als Peptid; Arbeiten zur Bedeutung von Zytokinen bei der Immunkontrolle der Virusinfektion; virale Regulation der Antigenpräsentation, Sequenzspezifität der Antigenprozessierung; Rolle des Proteasoms bei der Antigenpräsentation; Identifikation und Analyse der die Immunantwort und insbesondere die Cytomegalus-Erkennung modulierendern viralen Funktionen; grundlegende Entwicklungen zur Gensuche über Eigenschaften der gesuchten Funktion; Nachweis eines MHC-Retentionsprinzip von MCMV [?]; Nachweis eines Inhibitors des Peptidtransport in HCMV, Nachweis multipler MHC-bindender Proteine bei MCMV; erstmalige Herstellung eines als Plasmid klonierten infektiösen Klons eines Herpesvirus; Erarbeitung der Mutagenesemethoden
Werdegang
- seit 1996 Professur/Lehrstuhl Virologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München
- 1992-1996 Professur/Lehrstuhl Virologie an der Universität Heidelberg
- 1989 Facharzt für Mikrobiologie und Epidemiologie
- 1987-1992 Professur/Lehrstuhl Virologie an der Universität Ulm
- 1984 Apl. Professor für Virologie und Immunologie, Universität Tübingen
- 1980-1987 Direktor Bundesforschungsanstalt für Viruserkrankungen der Tiere (BFVT), Tübingen
- 1978-1980 Heisenbergstipendiat am Institut für Immunologie und Genetik der Universität Heidelberg
- 1976-1977 Forschungsassistent am Universtity College in London, UK
- 1975 Habilitation an der Universität Göttingen
- 1971-1976 Forschungsassistent an der Universität Göttingen
- 1971 Tätigkeit als Medizinalassistent, Approbation als Arzt und Promotion
- 1964-1969 Studium an den Universitäten München und Göttingen
Funktionen
- 2004-2010 Mitglied im Vorstand der Gesellschaft für Virologie (GfV)
- 1998-2010 Mitglied in der Kommission Somatische Gentherapie der Bundesärztekammer
- 1995-1998 Mitglied im Senatsausschuss der DFG
- 1994-2004 Stellvertr. Vorsitzender in der Zentralen Kommission für Biologische Sicherheit (ZKBS)
- 1992-1995 Fachgutachter für die DFG
Projekte
- 2009-2012 Sprecher des Forschungsverbundes „FORPROTECT“, Bayerischer Forschungsstiftung
- 2008-2012 NGFN Plus
- 2003-2008 NGFN
- 1999-2010 Sprecher des SFB 455 „Virale Funktionen und Immunmodulation“, München
- 1989-1992 Sprecher des SFB 322 „Lympho-Hämopoese“, Ulm
Auszeichungen und Mitgliedschaften
- 2009 Ehrendoktor der Universität Rijeka, Kroatien
- 1999 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher, Halle
- 1994 Aronsonpreis
- 1992 Robert-Pfleger Forschungspreis