Etwa hundert weitere Gravitationswellen wurden inzwischen durch die Experimente des Laser-Interferometer Gravitationswellen-Observatoriums LIGO in den USA und des europäischen Observatoriums Virgo erfasst. Darunter befanden sich auch Signale von sogenannten binären Neutronensternen und Neutronenstern-Schwarzes-Loch-Doppelsternen, deren Beobachtungen auf präzisen theoretischen Vorhersagen beruhen. In Ihrem Vortrag gibt Leopoldina-Mitglied Alessandra Buonanno, Direktorin am Max‐Planck‐Institut für Gravitationsphysik in Potsdam, einen Überblick über ihre Forschung zur Modellierung von Gravitationswellen und erklärt den zugrundeliegenden Ansatz, der analytische und numerische Relativitätstheorie miteinander kombiniert. Darüber hinaus diskutiert sie die Bedeutung dieser Beobachtungen für Astrophysik, Schwerkraft und Grundlagenphysik.
Zuvor überreicht Leopoldina-Präsident Gerald Haug um 17:00 Uhr Akademie-Mitgliedern der Klasse I – Mathematik, Natur- und Technikwissenschaften ihre Urkunden.