Nachricht Allianz der Wissenschaftsorganisationen wendet sich gegen diffamierende Zeitungsanzeige

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Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen hat die Zeitungsanzeige gegen den Bremer Neurowissenschaftler Professor Dr. Andreas Kreiter als „inaktzeptable Grenzüberschreitung“ bezeichnet. Die am 16. und 17. April in mehreren Zeitungen erschienene ganzseitige Anzeige des Vereins „Tierversuchsgegner Bundesrepublik Deutschland e.V.“ verletze die Persönlichkeitsrechte des einzelnen Wissenschaftlers in grober Weise und diffamiere die gesamte biowissenschaftliche Forschung, hieß es in einer Mitteilung der bedeutendsten Wissenschafts- und Forschungsorganisationen in Deutschland.

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  • Mitteilung der Allianz der Wissenschaftsorganisationen

Aus Sicht der in der Allianz der Wissenschaftsorganisationen verbundenen Einrichtungen verlässt diese Anzeige in Inhalt und Gestalt eindeutig den Boden einer kritischen, von zulässiger und notwendiger Meinungsvielfalt geprägten gesellschaftlichen Auseinandersetzung. Die Angriffe richten sich gezielt gegen Professor Andreas Kreiter, der in seinen Forschungsarbeiten an der Universität Bremen zu Mechanismen der Aufmerksamkeit und Wahrnehmung im Gehirn Makaken einsetzt. Diese wissenschaftlichen Experimente werden unter strikter Einhaltung des Tierschutzgesetzes durchgeführt und wurden erst im Februar dieses Jahres nach jahrelangem Rechtsstreit vom Bundesverwaltungsgericht als ethisch vertretbar bestätigt.

Die Anzeige greift zudem den gesamten Wissenschaftszweig der Biowissenschaften und der Medizin in unhaltbarer Weise an, welcher ganz wesentlich dazu beiträgt, den hohen Standard der medizinischen Versorgung in unserem Land sicherzustellen und weiter zu verbessern. Wissenschaftliche und medizinische Errungenschaften, die auf der Basis von Tierversuchen erarbeitet wurden, werden in der Gesellschaft tagtäglich und selbstverständlich in Anspruch genommen. Dennoch werden Tierversuche in der Öffentlichkeit häufig kritisch betrachtet. Die Anzeige verurteilt Tierversuche in pauschaler und undifferenzierter Weise, ohne sich mit den ethischen Implikationen einer solchen Haltung auseinanderzusetzen.

Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen ist ein Zusammenschluss der bedeutendsten Wissenschafts- und Forschungsorganisationen in Deutschland. Sie nimmt regelmäßig zu Fragen der Wissenschaftspolitik, Forschungsförderung und strukturellen Weiterentwicklung des deutschen Wissenschaftssystems Stellung. Für das Jahr 2014 hat die DFG die Federführung in der Allianz übernommen.

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