Nachricht Chancen und Risiken der Steigerung mentaler Fähigkeiten

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Die Forschung hat vielfältige Techniken hervorgebracht, mit deren Hilfe die mentalen Fähigkeiten des Menschen systematisch weiterentwickelt werden können. Eine Versachlichung der Debatte zu dem Thema ist wünschenswert, meint Prof. Dr. Bernhard Hommel und gibt in einem Vortrag am Donnerstag, 7. November um 18.00 Uhr in Halle (Saale) einen Überblick über die Möglichkeiten kognitiver Selbststeuerung. Der Vortrag findet im Rahmen des Symposiums der Klasse IV – Geistes-, Sozial- und Verhaltenswissenschaften zum Thema „Cognitive Enhancement“ statt.

Normalerweise gehen wir davon aus, dass jeder Mensch ein bestimmtes Potential oder Talent besitzt, das es durch günstige Umgebungsbedingungen zu entwickeln gilt. Neuere Techniken kognitiver Selbststeuerung – wie Hirnstimulation, kognitives Training, Meditation oder spezifische Nahrungsmittel (sogenanntes Brain Food) – scheinen in manchen Fällen allerdings über dieses ‚natürliche Maß‘ hinaus zu gehen. In vielen Ländern werden solche Möglichkeiten als Beleg für den Nutzen der Wissenschaft begrüßt oder als Befreiung des Individuums von seinen genetischen Fesseln gefeiert. In Deutschland hingegen ist die Diskussion oft negativ gestimmt.

Der Abendvortrag von Prof. Dr. Bernhard Hommel unter dem Titel „Der Mensch als Architekt seiner/ihrer selbst: Mechanismen und Möglichkeiten kognitiver Selbststeuerung“ gibt einen illustrativen und leicht verständlichen Überblick über derzeit verfügbare Techniken der Selbststeuerung. Er beleuchtet Chancen sowie mögliche Probleme und möchte mit dem Vortrag zu einer sachlichen Debatte über das Thema beitragen. Während der Präsentation sind Fragen und Anmerkungen willkommen. Der Vortrag findet im Rahmen des Symposiums „Cognitive Enhancement“ der Klasse IV – Geistes-, Sozial- und Verhaltenswissenschaften der Leopoldina statt.

Prof. Dr. Bernhard Hommel ist ein deutscher Psychologe, der in Holland forscht und lehrt. Er untersucht die Funktionsweise menschlichen Handelns. Dabei fragt er danach, wie gerichtete Handlungen entstehen und aufgebaut sind, und wie sie umgesetzt und kontrolliert werden. Hommel beschäftigt sich außerdem mit dem Verhältnis von Wahrnehmungen und Handlungen und erforscht, wie menschliche Erfahrungen das Gehirn beeinflussen.

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