Auf die Weltwirtschaft wird von verschiedenen Seiten Druck ausgeübt. Eine gedrosselte Energiezufuhr sowie die Coronavirus-Pandemie beeinträchtigen die Produktion. Gleichzeitig steht den Staaten frisch geschaffenes Geld der Zentralbanken für die Finanzierung von staatlichen Transferprogrammen zur Verfügung. Das Resultat ist eine Verknappung des Angebots bei gleichzeitiger Stabilisierung oder sogar Ausweitung der Nachfrage. Dadurch steigt die Inflation. Hans-Werner Sinn spricht in seinem Abendvortrag über dieses Zusammenspiel. Zudem erläutert er die Konsequenzen der Stagflation für die Wirtschaftspolitik und für die Konstruktion des Systems der europäischen Zentralbanken. Der Wirtschaftswissenschaftler ist seit 2013 Leopoldina-Mitglied in der Sektion Ökonomik und Empirische Sozialwissenschaften.
Zuvor überreicht Leopoldina-Präsident Gerald Haug um 17:30 Uhr Akademie-Mitgliedern der Klasse IV ‒ Geistes-, Sozial- und Verhaltenswissenschaften ihre Urkunden.