Defekte in der chemischen Struktur von Materialien entscheiden über deren Eigenschaften. Damit gehören die Untersuchung und das gezielte Einbringen von Materialdefekten zu den wichtigsten Handwerkszeugen für Materialforscher. Grenzflächen sind eine besondere Form zweidimensionaler Defekte, die durch Kontrolle der äußeren Oberflächen oder der Korngrenzen beeinflusst werden können. Vor allem bei extrem kleinen Strukturgrößen im Nanometer-Bereich werden die Eigenschaften eines Materials stark von den Grenzflächen dominiert. Besonders interessant sind elektrisch geladene Grenzflächen. Kleine elektrische Veränderungen an diesen Grenzflächen können die gesamten Materialeigenschaften massiv und reversibel verändern. Der Vortrag im Redtenbacher-Hörsaal ist öffentlich und richtet sich an alle Interessierten, der Eintritt ist frei.Nächste Nachricht Zurück
Nachricht Druckbare Elektronik und schaltbare Magnete
Materialwissenschaftler nutzen die Grenzflächen von Stoffen, um ihre Eigenschaften nach Wunsch zu verändern. Über dieses „Spiel“ mit Materialgrenzflächen hält Horst Hahn, Materialforscher und Leopoldina-Mitglied, am Dienstag, den 25. April, um 18 Uhr einen Vortrag am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Neben den wissenschaftlichen Grundlagen zeigt er den Nutzen von Grenzflächeneigenschaften am Beispiel von Batterien, druckbarer Elektronik und schaltbarer Magnete.