Nachricht Eckart von Hirschhausen im Gespräch zu Klima, Artenvielfalt und Gesundheit

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Klimawandel, Artensterben, Pandemien – die Gesellschaft steht vor enormen Herausforderungen und hofft auf schnelle Lösungen aus der Wissenschaft. Wissenschaftsbasierte Beratung kann einen entscheidenden Beitrag leisten, um globale Krisen zu bewältigen. Doch die Coronavirus-Pandemie hat gezeigt, dass sich das Verhältnis von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft missverständlich entwickeln kann. Umso wichtiger ist es, das Verständnis von der Rolle der Wissenschaft für Politik und Gesellschaft zu klären.

Der Arzt, Wissenschaftsjournalist und Gründer der Stiftung „Gesunde Erde – Gesunde Menschen“ Dr. Eckart von Hirschhausen wird dazu an zwei Diskussionsabenden am Mittwoch, 31. Mai in Halle (Saale) sowie am Donnerstag, 1. Juni in Berlin in den Austausch mit Leopoldina-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftlern sowie Akteurinnen und Akteuren aus Politik und Gesellschaft treten.

In Halle stellt Eckart von Hirschhausen mit der provokanten Frage „Sind wir zu doof, unser eigenes Aussterben zu verhindern?” das Zusammenwirken von Klimawandel, Artenvielfalt und Gesundheit in den Mittelpunkt der Diskussion. „Die planetare Gesundheit und die Gesundheit des Menschen stehen in einem direkten Zusammenhang”, sagt von Hirschhausen. „Schon jetzt zeigen sich die gravierenden Folgen des Klimawandels und des Biodiversitätsverlustes für unsere Gesundheit. Überhitzte Ökosysteme, Dürren, aber auch der schwindende Lebensraum für Tiere und Pflanzen bedingen unsere Gesundheit unmittelbar. Das hat nicht zuletzt die Coronavirus-Pandemie verdeutlicht.” Er spricht dazu mit der Medizinethikerin und Vorsitzenden des Deutschen Ethikrates Alena Buyx, der Psychologin Cornelia Betsch, dem Molekularbiologen Thomas Mettenleiter, der Biologin Katrin Böhning-Gaese sowie dem Veterinärmediziner und ehemaligen Präsidenten des Robert-Koch-Instituts Lothar Wieler. Die Veranstaltung wird vom Leopoldina Akademie Freundeskreis gefördert, der Eckart von Hirschhausen an diesem Abend auch für sein langjähriges Engagement für Klimaschutz und Gesundheit auszeichnen wird.

In Berlin ist das Verhältnis von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft Gegenstand der Diskussion. So rapide, wie sich das Coronavirus ausbreitete und veränderte, so schnell wurden von der Wissenschaft Einschätzungen, Stellungnahmen und Empfehlungen erwartet. Wie wissenschaftsbasierte Politikberatung während der Coronavirus-Pandemie aussah und welche Rolle sie zukünftig spielen sollte, diskutiert Hirschhausen mit dem Leopoldina-Präsidenten Gerald Haug, der Kinder- und Jugendmedizinerin Jutta Gärtner, dem Soziologen Armin Nassehi, dem ehemaligen Chef des Bundeskanzleramts Helge Braun sowie der Rechtswissenschaftlerin und sächsischen Verfassungsrichterin Elisa Hoven. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Berliner Futurium statt.

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