Forschung, Technologie und Innovation zählen zu wichtigen Impulsgebern, um die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen umzusetzen. In ihrer gemeinsamen Stellungnahme betonen die wissenschaftlichen Chefberaterinnen und -berater der G20-Staaten die Rolle der Wissenschaft für die Transformation der Energiesysteme und ein weltweit gerechtes, ökologisches Wachstum. Entscheidend sei der gerechte Zugang zu Wissen. Der G20 CSAR spricht sich deshalb für ein inklusives globales Wissenssystem aus, das durch Open Science und einen fairen Zugang zu Daten und Forschungsergebnissen erreicht werden kann.
Darüber hinaus sei es wichtig, die Kapazitäten für Forschung, Technologie und Innovation in Ländern mit geringen und mittleren Einkommen auszubauen. Rahmenbedingungen für die Wissenschaft sowie die Gewährleistung wissenschaftlicher Integrität und der Forschungsfreiheit seien ebenfalls zentral, um das Vertrauen der Öffentlichkeit in Wissenschaft und evidenzbasierte Politikberatung zu stärken.
Der diesjährige G20 Chief Science Advisers' Roundtable fand am 21. September 2025 unter dem Titel „Equity-based Science, Technology and Innovation for Inclusive Human Development and Global Sustainability“ in Pretoria/Südafrika statt. Bettina Rockenbach wurde vor Ort von der Leopoldina-Vizepräsidentin Regina T. Riphahn vertreten.
Der G20 Chief Science Advisers‘ Roundtable (G20 CSAR) wurde 2023 unter der G20-Präsidentschaft Indiens ins Leben gerufen und 2024 bei der UNESCO in Paris fortgesetzt. 2025 hat die südafrikanische G20-Präsidentschaft den G20 CSAR wieder aufgegriffen. Er ist ein eigenständiger Prozess und unabhängig von der G20-Politikberatung der Akademien im Science20-Prozess. In Abstimmung mit der Bundesregierung vertritt die Präsidentin bzw. der Präsident der Leopoldina Deutschland ad personam. Ziel des G20 CSAR ist es, die wissenschaftlichen Chefberaterinnen und -berater der G20-Staaten in einen direkten Austausch zu bringen und gemeinsame Empfehlungen für den G20-Gipfel zu formulieren.