"Die Leidenschaft für das, was Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler tun, ist bewundernswert. Ebenso ihre ungeheure Beharrlichkeit, ohne die sie Fehlschläge nicht verarbeiten könnten. Ich sehe die Forscherinnen und Forscher deshalb auch als Vorbilder für junge Menschen. Mir geht es darum, Wissenschaft in der Gesellschaft sichtbar zu machen", sagt die Fotokünstlerin Herlinde Koelbl über ihr internationales Projekt. Für ihre Porträts bat die Fotografin die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen für sich wichtigen persönlichen Leitsatz, eine Formel oder eine Idee auf die Hand zu schreiben. Damit macht sie die Menschen hinter der Forschung nahbar und schafft eine Verbindung von (Porträt‐)Kunst und Wissenschaft.
Herlinde Koelbl zählt zu den renommiertesten deutschen Fotokünstlerinnen. Ihre Arbeiten wurden bereits in zahlreichen Ausstellungen präsentiert. Ihr bislang größtes Projekt ist die Langzeitstudie "Spuren der Macht", in der sie 1991 bis 1998 Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft fotografierte und interviewte.
Die Ausstellung wird in Kooperation mit der Kunststiftung Sachsen-Anhalt präsentiert, wo ergänzendes Bild- und Videomaterial von Freitag, 10. Juni bis Sonntag, 3. Juli 2022, zu sehen ist. Finanziert wird die Ausstellung mit Mitteln der Leopoldina, der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, der Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt und des Leopoldina Akademie Freundeskreises.
Fotografierte Leopoldina-Mitglieder
- Carolyn Bertozzi
- Antje Boetius
- Emmanuelle Charpentier
- Aaron Ciechanover
- Pascale Cossart
- Patrick Cramer
- Karl Deisseroth
- Ottmar Edenhofer
- Detlef Günther
- Onur Güntürkün
- Stefan Hell
- Myles Jackson
- Eric Kandel
- Wolfgang Ketterle
- Christiane Nüsslein-Volhard
- Hermann Parzinger
- Tom A. Rapoport
- Bernhard Schölkopf
- Helmut Schwarz
- Thomas C. Südhof
- Viola Vogel
- Klaus von Klitzing
- Anton Zeilinger