Mitglied im Fokus Gero Miesenböck mit Shaw Prize für Biowissenschaften und Medizin geehrt

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Der Neurowissenschaftler Gero Miesenböck, Professor an der Universität Oxford und Leopoldina-Mitglied, ist Mitte Mai mit dem Shaw Prize für Biowissenschaften und Medizin 2020 ausgezeichnet worden. Er erhielt die Ehrung gemeinsam mit seinen Kollegen Peter Hegemann (Humboldt Universität Berlin) und Georg Nagel (Universität Würzburg, beide Deutschland). Die drei Wissenschaftler haben maßgeblich die Technologie der Optogenetik in den Neurowissenschaften etabliert. Die mit einem Preisgeld von 1,2 Millionen US-Dollar dotierte Auszeichnung wird pandemiebedingt erst 2021 offiziell überreicht.

Gero Miesenböck gilt als der Begründer der Optogenetik. Mit einer von ihm entwickelten Methode können einzelne Neuronen über Lichtsignale ein- und ausgeschaltet werden, was die Erforschung grundlegender Schaltkreise und Funktionen im Gehirn ermöglichte. Konkret gelang es Miesenböck und seinem Team die Fruchtfliegen-Gene für das von Natur aus lichtempfindliche Protein Rhodopsin in Nervenzellen eines Wirbeltieres zu übertragen, die in einer Kultur gehalten wurden. Infolgedessen zeigten die Zellen in der Kultur Muster neuronaler Aktivität, die durch Licht hervorgerufen wurden. Aufbauend auf diesen ersten Erkenntnissen zeigte Miesenböck als erster, dass dieser Ansatz auf ein intaktes Lebewesen, Fruchtfliegen, übertragen werden kann und dass man durch die optische Aktivierung bestimmter Schaltkreise sogar das Verhalten der Tiere verändern kann.

Nach dem Medizinstudium in Innsbruck forschte Miesenböck in den 1990er Jahren in den USA am Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York City. Seit 1999 arbeitete er zudem an der Cornell University. Nach dem Wechsel an die Yale University (USA) 2004 zog es Miesenböck 2007 zurück nach Europa, wo er Waynflete Professor für Physiologie an der University of Oxford (Vereinigtes Königreich) wurde. In Oxford brachte er 2011 als Gründungsdirektor das Zentrum für Neuronale Schaltkreise und Verhalten auf den Weg. Der gebürtige Österreicher ist Mitglied der Nationalen Akademien der Wissenschaften Österreichs, des Vereinigten Königreichs und Deutschlands.

Der mit einer 1,2 Mio. US-Dollar dotierte Shaw Prize wurde 2002 vom chinesischen Medienunternehmer Run Run Shaw gestiftet und wird seit 2004 jährlich vergeben. In drei Kategorien werden Wissenschaftler ausgezeichnet, deren Forschungen einen positiven Einfluss auf die Menschheit haben: Astronomie, Lebenswissenschaften und Medizin sowie Mathematik.

Gero Miesenböck gilt als der Begründer der Optogenetik. Mit einer von ihm entwickelten Methode können einzelne Neuronen über Lichtsignale ein- und ausgeschaltet werden, was die Erforschung grundlegender Schaltkreise und Funktionen im Gehirn ermöglichte. Konkret gelang es Miesenböck und seinem Team die Fruchtfliegen-Gene für das von Natur aus lichtempfindliche Protein Rhodopsin in Nervenzellen eines Wirbeltieres zu übertragen, die in einer Kultur gehalten wurden. Infolgedessen zeigten die Zellen in der Kultur Muster neuronaler Aktivität, die durch Licht hervorgerufen wurden. Aufbauend auf diesen ersten Erkenntnissen zeigte Miesenböck als erster, dass dieser Ansatz auf ein intaktes Lebewesen, Fruchtfliegen, übertragen werden kann und dass man durch die optische Aktivierung bestimmter Schaltkreise sogar das Verhalten der Tiere verändern kann.

Nach dem Medizinstudium in Innsbruck forschte Miesenböck in den 1990er Jahren in den USA am Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York City. Seit 1999 arbeitete er zudem an der Cornell University. Nach dem Wechsel an die Yale University (USA) 2004 zog es Miesenböck 2007 zurück nach Europa, wo er Waynflete Professor für Physiologie an der University of Oxford (Vereinigtes Königreich) wurde. In Oxford brachte er 2011 als Gründungsdirektor das Zentrum für Neuronale Schaltkreise und Verhalten auf den Weg. Der gebürtige Österreicher ist Mitglied der Nationalen Akademien der Wissenschaften Österreichs, des Vereinigten Königreichs und Deutschlands.

Der mit einer 1,2 Mio. US-Dollar dotierte Shaw Prize wurde 2002 vom chinesischen Medienunternehmer Run Run Shaw gestiftet und wird seit 2004 jährlich vergeben. In drei Kategorien werden Wissenschaftler ausgezeichnet, deren Forschungen einen positiven Einfluss auf die Menschheit haben: Astronomie, Lebenswissenschaften und Medizin sowie Mathematik.

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