Nachricht Hamburger Wissenschaftspreis 2011 an Ferdi Schüth verliehen

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Der Präsident der Akademie der Wissenschaften Hamburg Heimo Reinitzer zeichnete heute im Hamburger Rathaus vor 150 geladenen Gästen das Leopoldina-Mitglied Ferdi Schüth mit dem Hamburger Wissenschaftspreis 2011 der Helmut und Hannelore Greve Stiftung aus. Schüth erhielt den mit 100.000 Euro höchstdotierten Preis einer deutschen Wissenschaftsakademie für seine wegweisenden Forschungen an chemischen Beschleunigern im Bereich der Energieforschung.



Die Zweite Bürgermeisterin, Dr. Dorothee Stapelfeldt, würdigte den Preis mit einem Grußwort: „Im Namen des Senates gratuliere ich dem Preisträger, Prof. Ferdi Schüth, sehr herzlich. Wir müssen im Umweltschutz, im globalen wie im regionalen und auch ökonomischen Interesse, noch mehr als bisher auf technische Innovationen setzen. Die Akademie der Wissenschaften setzt mit der heutigen Preisverleihung an Ferdi Schüth ein Zeichen für diese innovative Energieforschung. Mit Prof. Ferdi Schüth wird ein herausragender und renommierter Wissenschaftler für seine wegweisende Katalysatorforschung gewürdigt. Im Namen der Stadt Hamburg danke ich der Akademie der Wissenschaften in Hamburg für ihre Arbeit und vor allem ganz herzlich den Stiftern. Kontinuierlich stärkt die Hamburgische Stiftung für Wissenschaften, Entwicklung und Kultur Helmut und Hannelore Greve den Wissenschaftsstandort Hamburg in einem wirklich beispiellosen und außergewöhnlichen Maße. Dies vor allem, indem sie herausragende Wissenschaftler wie Ferdi Schüth für ihre Leistungen ehrt. Helmut und Hannelore Greve prägen durch ihr großartiges Engagement nachhaltig unsere Stadt. Mein besonderer Dank gilt diesen bedeutenden Stiftern. Für den Senat und im Besonderen als Wissenschaftssenatorin möchte ich zum Ausdruck bringen, wie bedeutend das Engagement von Helmut und Hannelore Greve für die Hochschulen in Hamburg ist. Helmut und Hannelore Greve haben nicht nur die Zukunft der Universität Hamburg, der Hochschule für Musik und Theater und der Akademie der Wissenschaften beachtlich mitgestaltet. Sie haben sich um das Ansehen der Wissensmetropole Hamburg verdient gemacht. Nicht ohne Grund wurden sie, neben weiteren Auszeichnungen, zu den ersten gemeinsam ernannten Ehrenbürgern der Stadt Hamburg.“ Abschließend gab Reinitzer das Thema für den Wissenschaftspreis 2013 bekannt: Er wird der Demenzforschung gewidmet sein. Auch Akademiepräsident Reinitzer dankte dem Ehepaar Greve, die „der Akademie der Wissenschaften einen Grundstein gelegt und ihr Raum gegeben haben, sich zu entfalten“. Der von ihnen gestiftete Preis 2011 sei lange vor der Katastrophe von Fukushima und ihren Folgen bewusst dem Thema Energieforschung gewidmet worden, denn: „Der global ansteigende Energiebedarf, die erhöhte Nutzung von Erdöl, Erdgas und Kohle mit den damit verbundenen Rückwirkungen auf Atmosphäre und Klima, machen die Suche nach erneuerbaren Energien längst zum sozial wie politisch bedeutsamen Thema.“ Reinitzer weiter: „An die Verleihung des Preises knüpft die Akademie hohe Erwartungen und gute Wünsche: Zuallererst für die weiteren Forschungen von Herrn Schüth, dann aber auch für die Motivation der Arbeitsgruppe Energieforschung in der Akademie, für den Standort Hamburg und für die Energieforschung in der Region und in ganz Deutschland.“Der ehemalige Hamburger Umweltsenator Fritz Vahrenholt sagte in seiner Laudatio über die Entscheidung der Jury: Die Auszeichnung eines Chemikers zeige, „dass die Energieforschung längst die Bandbreite der Ingenieurswissenschaften und Kraftwerkstechnik überschritten hat.“ Er verwies auf das große Spektrum der Katalysatorforschungen Ferdi Schüths im Bereich von Energiespeicherung und Energiegewinnung. Unter anderem sei es Schüth gelungen, unter Verwendung von Katalysatoren „Cellulose in Zucker zu verwandeln und damit einen Ausgangsstoff für Biokraftstoffe, aber auch für andere Synthesen zu schaffen. Gerade dieser jüngste Forschungsansatz hat die Jury überzeugt.“ Neben der Akademie und der Jury galt der Dank des Preisträgers auch seinem Team aus engagierten und hoch motivierten Mitarbeitern am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr. Den Stiftern dankte Schüth nicht nur für die Initiation des Preises, „sondern auch für dieses großartige Beispiel für Gemeinsinn und Mäzenatentum, das mit der Stiftung zum Ausdruck kommt.“ Das Preisgeld wird er verwenden, um den nächsten Schritt in Richtung eines industriellen Prozesses zu gehen, den Aufbau einer kleinen Pilotanlage. „Die Aufskalierung von Laborprozessen auf technischen Dimensionen stellt immer ein besondere Herausforderung dar, dabei müssen wir sicher noch zahlreiche Hürden überwinden“, so der Preisträger. Für Rückfragen:
Dr. Elke Senne
Akademie der Wissenschaften Hamburg
Tel.: 040 – 429486 6920
E-Mail: elke.senne(at)awhamburg.de Behörde für Wissenschaft und Forschung, Svenja Brandt
Tel.: 040 – 42863 2322, Mobil: 0171 – 388 24 32
E-Mail: svenja.brandt(at)bwf.hamburg.de (Pressemitteilung der Akademie der Wissenschaften Hamburg vom 18. November 2011)

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