Mitglied im Fokus Ingrid Kögel-Knabner erhält den Deutschen Umweltpreis 2019

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Die Bodenwissenschaftlerin Ingrid Kögel-Knabner, Professorin für Bodenkunde an der Technischen Universität München, wird mit dem Deutschen Umweltpreis 2019 der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geehrt. Sie wird damit für ihre Arbeiten auf dem Gebiet der organischen Bodensubstanz und deren Rolle im globalen Kohlenstoffzyklus ausgezeichnet. Ihre Forschung rückt die zentrale Rolle des Umweltmediums Boden neben der Luft und dem Wasser in den Fokus. Verliehen wird ihr der Preis von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 27. Oktober 2019 in Mannheim.

Ingrid Kögel-Knabner erforscht die Beschaffenheit der Böden und deren Bedeutung für den Klimawandel. Ein Meilenstein in Kögel-Knabners Forschung sind ihre Erkenntnisse zur Speicherung von Kohlenstoff im Boden. Im Kreislauf des Umsatzes zwischen Biomasseaufbau und -zersetzung wird CO2, ein wichtiges klimarelevantes Gas, aus Böden freigesetzt oder als Humus stabilisiert. Bei der Erforschung der biogeochemischen Kreisläufe im Boden geht es darum, ein komplexes Gesamtsystem verstehen zu lernen, welches aus zahlreichen Teilsystemen gebildet wird. Sie verlangt ein hohes Maß an Integration unterschiedlichster methodischer Ansätze sowie eine enge Verbindung zwischen Modellierung und Beobachtung sowie zwischen theoretischer und experimenteller Forschung. Hierzu haben die Arbeiten von Ingrid Kögel-Knabner wesentliche Bausteine geliefert.

Ingrid Kögel-Knabner studierte Geoökologie an der Universität Bayreuth und promovierte hier im Jahr 1987. Nach Forschungsaufenthalten in den USA und der Niederlande habilitierte sie sich 1992 in Bayreuth. Seit 1995 ist sie Professorin für Bodenkunde an der Technischen Universität München. Die Wissenschaftlerin wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. 2015 erhielt sie die Philippe Duchaufour-Medaille der European Geosciences Union und die Emil-Ramann-Medaille der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft. Mitglied der Leopoldina ist Ingrid Kögel-Knabner seit 2001.

Der Deutsche Umweltpreis wird seit 1993 von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt an Personen, Unternehmen und Institutionen verliehen und ist mit 500.000 Euro dotiert. Er würdigt herausragende Leistungen, die zum Schutz der Umwelt beigetragen haben oder in Zukunft die Umwelt deutlich entlasten werden. Der Umweltpreis 2019 geht zu gleichen Teilen an Ingrid Kögel-Knabner und den Unternehmer Reinhard Schneider aus Mainz, der mit seiner Firma Werner & Mertz in der Wasch- und Reinigungsmittelbranche auf ganzheitliche nachhaltige Produktion setzt. Im vergangenen Jahr wurde die Meeresforscherin und Mikrobiologin Antje Boetius, Mitglied der Leopoldina, mit dem Deutschen Umweltpreis geehrt.

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