Katja Becker hat seit ihrer Wahl in die Nationalakademie im Jahr 2009 an mehreren Vorhaben der Leopoldina mitgewirkt. So war sie 2015 an der Stellungnahme „Vernachlässigte Tropenkrankheiten“ beteiligt, die die Wissenschaftsakademien der G7-Staaten in Vorbereitung auf den G7-Gipfel in Elmau erarbeitet haben. 2017 wirkte sie an einer Stellungnahme zum Thema globale Gesundheitsversorgung mit, die Vertreterinnen und Vertreter der Wissenschaftsakademien der G20-Staaten Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel in Vorbereitung auf den Gipfel in Hamburg überreichten. Zudem ist Becker Mitglied in der Wissenschaftlichen Kommission Lebenswissenschaften. Bereits vor ihrer Wahl in die Akademie wurde Katja Becker 2003 mit der Carus-Medaille der Leopoldina ausgezeichnet.
Katja Becker studierte in Heidelberg Medizin und wurde mit einer Arbeit über den Energiestoffwechsel des Malaria-Erregers Plasmodium falciparum promoviert. Bereits mit 31 Jahren habilitierte sie sich im Fach Biochemie und erwarb zwei Jahre später die Facharztanerkennung. Mit 35 Jahren wurde sie an die Universität Gießen auf den renommierten Lehrstuhl für Biochemie berufen, der seinerzeit von Justus Liebig begründet worden war. Ein Schwerpunkt ihrer Forschung ist die Entwicklung neuer Medikamente gegen Malaria. Seit 2014 ist Becker Vizepräsidentin der DFG.