Mitglied im Fokus Leibniz-Preis für Krebsforscher Jürgen Ruland

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Jürgen Ruland wird mit dem Leibniz-Preis 2021 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geehrt. Der Direktor des Instituts für Klinische Chemie und Pathobiochemie am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München wird für seine wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der Immunologie ausgezeichnet. Diese haben zu einem grundlegend neuen Verständnis der Signalübertragungswege in Immun- und Krebszellen geführt. Der Forschungspreis ist mit 2,5 Mio. Euro dotiert. Dieses Geld kann Ruland für zukunftsorientierte Forschungsarbeiten verwenden.

Wie erkennen normale Immunzellen Krankheitserreger? Welche Mechanismen setzen eine Immunabwehr in Gang? Wie führen pathologisch deregulierte Signale in Blutzellen zur Entstehung von Krebserkrankungen? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich der Immunologe und Laboratoriumsmediziner Jürgen Ruland. Rulands Arbeiten machen deutlich, dass Einsichten aus der Pathologie und Onkologie die Basis für die Entschlüsselung grundlegender Mechanismen der Physiologie des Immunsystems sowie für neue therapeutische Ansätze legen können. Zu Rulands wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnissen gehört ein 2017 von ihm und seinem Team entdeckter „Not-Aus“-Schalter für fehlerhafte Zellen.

Nach seinem Studium der Medizin in Gießen und Pittsburgh (USA) wurde Ruland 1996 am Institut für Pharmakologie der Justus-Liebig-Universität Gießen promoviert. Nach ärztlicher und wissenschaftlicher Tätigkeit an der Technische Universität (TU) München, an der Universität Freiburg, am Ontario Cancer Institute und am AMGEN Research Institute der University of Toronto (beide Kanada) leitete er ab 2003 eine Nachwuchsgruppe der Deutschen Krebshilfe an der TU München. 2010 wurde er Professor und Direktor des neu gegründeten Instituts für Molekulare Immunologie und 2012 Direktor des Instituts für Klinische Chemie und Pathobiochemie am Klinikum rechts der Isar der TU München. Ruland ist Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in der Sektion Mikrobiologie und Immunologie sowie Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der DFG gilt als der wichtigste Forschungsförderpreis in Deutschland. Das Preisgeld von 2,5 Millionen Euro können Preisträgerinnen und Preisträger bis zu sieben Jahre lang nach ihren eigenen Vorstellungen für ihre Forschungsarbeit verwenden. Die Leibniz-Preise 2021 werden im kommenden Jahr am 15. März in einem virtuellen Rahmen verliehen. Zu den Ausgezeichneten gehören auch die Leopoldina-Mitglieder Asifa Akhtar, Elisabeth André, Rolf Müller und Volker Springel.

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