Nachricht Leopoldina-Mitglieder als prägende Köpfe der KI-Forschung gewürdigt

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Die Gesellschaft für Informatik e. V. (GI) hat Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als „Zehn prägende Köpfe“ der deutschen KI-Geschichte ausgewählt. Auch vier Mitglieder der Leopoldina wurden mit der Auszeichnung bedacht, die im Mai 2019 von einer interdisziplinären Jury vergeben wurde. Gewürdigt wurden Prof. Dr. Elisabeth André (Augsburg), Prof. Dr. Bernhard Nebel (Freiburg), Prof. Dr. Bernhard Schölkopf (Tübingen) und Prof. Dr. Wolfgang Wahlster (Saarbrücken).

Elisabeth André wurde für ihre Forschung in den KI-Teilgebieten Mensch-Maschine-Interaktion und Multiagentensysteme mit Schwerpunkt kognitiven Assistenten und virtuellen Agenten ausgezeichnet. Elisabeth André ist Inhaberin des Lehrstuhls für Multimodale Mensch-Technik Interaktion am Institut für Informatik der Universität Augsburg.

Bernhard Nebel hat sich insbesondere mit Wissensrepräsentation und Schlussfolgern sowie automatischem Planen beschäftigt. So ist er beispielsweise für seine Beiträge zur Handlungsplanung, zum räumlichen Schließen und zur Robotik bekannt geworden. Bernhard Nebel ist seit 1996 C4/W3-Professor an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und leitet dort die Arbeitsgruppe Grundlagen der Künstlichen Intelligenz.

Bernhard Schölkopf wurde aufgrund seiner Forschung zu Maschinellem Lernen und speziell Kernel-Methoden schon früh zum Direktor des Max-Planck-Instituts für Kybernetik in Tübingen berufen. Hier hat er einflussreiche, tiefgehende Forschung verfolgt unter anderem auch zur Anwendung in der algorithmischen Biologie.

Wolfgang Wahlster hat 1988 gemeinsam mit Kollegen das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) gegründet, welches er bis 2019 auch geleitet hat. Bahnbrechend waren seine Arbeiten zu Sprachdialogsystemen: Als einer der ersten hat er eine sprecherunabhängige Spracherkennung für den Einsatz in ad-hoc Dialogsystemen gefordert und erforscht.

Ebenfalls als prägende Köpfe wurden Wolfgang Bibel (Wissensrepräsentation und Schlussfolgern), Susanne Biundo-Stephan (Planen), Gerhard Brewka, (Wissensrepräsentation und Schlussfolgern) und Otthein Herzog (Expertensysteme, Anwendungen) benannt.

Die von der GI berufene Jury umfasste KI-Expertinnen und Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Gesellschaft, Wirtschaft und Journalismus. Die Auszeichnung findet im Rahmen des Projekts „#KI50: Künstliche Intelligenz in Deutschland – gestern, heute, morgen“ der Gesellschaft für Informatik e. V. statt. Mit #KI50 will die GI anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens und des Wissenschaftsjahres 2019 anregen, über die deutsche KI-Geschichte zu reflektieren und einen Blick nach vorne zu werfen.

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