Jane Goodall forschte seit den 1960er Jahren zu Schimpansen und etablierte eine neue Methode der Tierbeobachtung – die „teilnehmende Beobachtungsmethode“. Sie versteckte sich nicht vor den Tieren, sondern beobachtete sie offen und wurde schließlich in deren Gruppe aufgenommen. So konnte sie neue Verhaltensweisen erkennen. Sie entdeckte beispielsweise, dass Schimpansen Werkzeuge herstellen und benutzen. Ihre Forschung hat gezeigt, dass es große Parallelen zwischen Menschen und Schimpansen gibt. Damit hat sie die Beziehung zwischen Mensch und Tier neu definiert.
1977 gründete sie das „Jane Goodall Institute for Wildlife Research, Education and Conservation“ und startete 1994 das „TACARE Program“ in der Umgebung des Gombe National Park in Tansania, ein gemeinschaftsorientiertes Naturschutz- und Entwicklungsprojekt, das sich mit der Bevölkerung für den Schutz der Lebensräume der Schimpansen engagiert und Armut abbaut. 2002 wurde sie zur Friedensbotschafterin der UN ernannt. 2003 wurde sie durch Königin Elizabeth II. in den britischen Adelsstand aufgenommen.Seit ihrem Rückzug aus der aktiven Feldforschung Ende der 80er Jahre reiste Jane Goodall um die Welt und hielt Vorträge über Umweltverschmutzung und Klimaveränderungen. Sie kämpfte für den Schutz der Affen und setzte sich für den respektvollen Umgang der Menschen mit Tieren und Natur ein.