Dr. Danny Weber, der Leiter von Archiv und Bibliothek der Leopoldina, und Dr. Bernhard Kölbl, der wissenschaftliche Bibliothekar der Akademie, stellen die „Miscellanea curiosa medico-physica“ in Vorträgen vor. Sie erläutern die Hintergründe, die zur Gründung der weltweit ältesten medizinisch-naturwissenschaftlichen Fachzeitschrift im Jahr 1670 führten, und zeigen, wie die „Miscellanea“ schnell Modellcharakter entwickelte. Sie vereinte schon damals Kernelemente, die auch heute noch wissenschaftliche Zeitschriften charakterisieren, und gilt damit als deren Archetyp.
Neben der Erstausgabe wird auch ein Pariser Nachdruck aus dem Jahr 1672 vorgestellt. Die Leopoldina konnte ihn kürzlich mit finanzieller Unterstützung des Leopoldina Akademie Freundeskreises erwerben. Der Nachdruck zeigt, welche Resonanz die „Miscellanea“ bereits in den ersten Jahren ihres Erscheinens erzielte.