Nachricht Monografie zur Geschichte der Leopoldina erschienen

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Heute ist der Band „Die Leopoldina: Die Deutsche Akademie der Naturforscher zwischen Kaiserreich und früher DDR“ im Wissenschaftsverlag be.bra erschienen. Die Monografie ist das Ergebnis einer an der Berliner Humboldt-Universität angesiedelten unabhängigen Projektgruppe, die auf Initiative der Leopoldina 2010 eingerichtet und von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung gefördert wurde. Die Autoren, Prof. Dr. Rüdiger vom Bruch, Dr. Sibylle Gerstengarbe und Dr. Jens Thiel, legen damit eine differenzierte Bewertung der Geschichte der Leopoldina in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vor.

Im Rahmen des Forschungsprojekts wurde die Geschichte der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina im späten 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts untersucht. Konzipiert als „Biographie“ einer wissenschaftlichen Institution, wurden die gesellschaftlichen, sozialen, politischen, wissenschaftspolitischen und wissenschaftsgeschichtlichen Kontexte berücksichtigt und die besonderen Merkmale der Entwicklung der Leopoldina in den Blick genommen. Schwerpunkte der Untersuchung waren die Entwicklung der Wissenschaftsakademie Leopoldina in der Weimarer Republik, im Nationalsozialismus, in der SBZ und der frühen DDR. Die Arbeit der Projektgruppe wurde von einem unabhängigen wissenschaftlichen Beirat begleitet. Vorab veröffentlicht wurde im Sommer vergangenen Jahres bereits ein Papier des Berliner Wissenschaftshistorikers Prof. Dr. Rüdiger vom Bruch „Zur wissenschaftshistorischen Einordnung des vormaligen Leopoldina-Präsidenten Emil Abderhalden“. Dieses wurde von dem Heidelberger Medizinhistoriker Prof. Dr. Wolfgang U. Eckart in Halle vorgestellt. „Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina ist sich ihrer Verantwortung für eine historisch-kritische Aufarbeitung ihrer älteren und insbesondere ihrer jüngeren Geschichte bewusst. Das jetzt erschienene Buch liefert ein differenziertes Bild der Geschichte der Akademie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.  Mein besonderer Dank dafür gilt dem Leiter der Projektgruppe, Rüdiger vom Bruch, und dem Mitglied des Beirates Wolfgang Eckart“ sagte Leopoldina-Präsident Prof. Dr. Jörg Hacker. Die Leopoldina befasst sich seit mehreren Jahren mit der Geschichte der Akademie in der Zeit des Nationalsozialismus. So wurde 2009 auf Initiative des Präsidiums eine Gedenkstele zur Erinnerung an die während des nationalsozialistischen Regimes in Konzentrationslagern getöteten Akademie-Mitglieder errichtet. Die vom halleschen Bildhauer Bernd Göbel gestaltete Stele trägt die Namen der neun Wissenschaftler. Die Stele wurde am 1. Oktober 2009 von dem damaligen Leopoldina-Präsidenten Prof. Dr. Volker ter Meulen enthüllt. Die Veröffentlichung „Die Leopoldina: Die Deutsche Akademie der Naturforscher zwischen Kaiserreich und früher DDR“ ist Anlass für ein Symposium, das die Leopoldina am Dienstag, 31. Mai, in Halle (Saale) durchführt. Bei der Veranstaltung werden auch die Ergebnisse der Arbeitsgruppe durch Prof. Dr. Rüdiger vom Bruch vorgestellt und der Band von Prof. Dr. Bettina Wahrig, Professorin für Pharmazie- und Wissenschaftsgeschichte an der TU Braunschweig, besprochen. Das Symposium richtet sich an alle Interessierten.Nächste Nachricht Zurück

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